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Nettodarlehensbetrag

Was Kreditnehmer wissen müssen

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Nettodarlehensbetrag - das verbirgt sich hinter dem Begriff

Bei größeren Anschaffungen wie bei einem Wohnungskauf oder dem Bau eines Eigenheims ist eines besonders wichtig: Wer eine Finanzierung braucht, muss genau wissen, was tatsächlich von der Bank auf das eigene Konto ausgezahlt wird. Dieser eigentliche Kreditbetrag ist der Nettodarlehensbetrag. Mit ihm können Kreditnehmer besser langfristig ihren finanziellen Bedarf planen. Er zeigt auch indirekt an, was Kredite wirklich kosten und wie weit das Darlehen schon getilgt ist. Im Ratgeber zeigen wir, wie der Nettozahlungsbetrag besser praktisch genutzt werden kann.

Das Wichtigste in Kürze

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  • Der Nettodarlehensbetrag ist der Betrag, der dem Verbraucher tatsächlich von der Bank als Kredit ausgezahlt wird.

  • Mit dem Nettodarlehensbetrag können Kreditnehmer ihre finanziellen Planungen besser kalkulieren.

  • Die Differenz aus Gesamtbetrag und Nettodarlehensbetrag zeigt dem Kunden, was der Kredit wirklich kostet. Angebote lassen sich so besser vergleichen.

Was ist der Nettodarlehensbetrag?

Der Nettodarlehensbetrag ist der Auszahlungsbetrag, der von der Bank an den Darlehensnehmer nach Vertragsabschluss überwiesen wird. In der Regel ist das der vom Bankkunden für seine Investition auch benötigte Finanzierungsbedarf. In den meisten Fällen weicht die beantragte Darlehenssumme (Bruttodarlehensbetrag) also nicht wesentlich vom Nettodarlehensbetrag ab.

Jedoch werden von einigen Banken Bearbeitungsgebühren berechnet. Zudem können Kosten für eine Restschuldversicherung entstehen. Diese Beträge werden dann nicht getrennt in Rechnung gestellt, sondern auf den Auszahlungsbetrag angerechnet. Dann ist der Nettodarlehensbetrag tatsächlich etwas geringer als der Bruttodarlehensbetrag. Generell wird jedoch der Nettodarlehensbetrag im Kreditvertrag fest vereinbart und dort in der Höhe benannt. Es empfiehlt sich also, den Nettodarlehensbetrag so zu wählen, wie auch der persönliche Finanzierungsbedarf tatsächlich ist. Die Kreditspezialisten von FINANZCHECK.de helfen gerne dabei den optimalen Kredit mit passenden Konditionen zu finden.

Wofür wird der Nettodarlehensbetrag genutzt?

Der Nettodarlehensbetrag ist auch für die Berechnung der Zinsen, Tilgungspläne und Konditionen eines Darlehens wichtig. Denn seine Höhe ist dafür die maßgebliche Größe. So wird vom Nettodarlehensbetrag der vereinbarte Sollzins getrennt oder als Teil der Darlehensrate ermittelt. Auf seiner Basis werden auch weitere Kosten berechnet. Auch am Ende der Kreditlaufzeit ist der Nettodarlehensbetrag eine wichtige Größe: Dieser gilt erst dann als getilgt, wenn der Nettodarlehensbetrag vom Kunden vollständig zurückgezahlt wurde.

Die Kennzahl gibt also jedem Kreditnehmer praktische wie nützliche Informationen, mit denen er rechnen kann. So kann er viel leichter den aktuellen und tatsächlichen Gesamtschuldenstand gegenüber einer Bank beurteilen. Er ist auch dann eine wichtige Information, wenn der Kreditnehmer zugleich mehrere andere Investitionen plant: zum Beispiel neben dem Hausbau größere private Anschaffungen. Mit dem Nettodarlehensbetrag kann er besser seine finanziellen Kapazitäten überblicken. Andererseits nutzen Banken ihn vorzugsweise, um speziell die finanzielle Situation des Kreditnehmers besser bewerten zu können.

Nettodarlehensbetrag und Bruttodarlehensbetrag: Was ist der Unterschied?

Werden zum Nettodarlehensbetrag die Kosten für den Kredit komplett zugerechnet, ergibt das den Bruttodarlehensbetrag. Zu den Kosten zählen unter anderem mögliche Nebenkosten sowie die Zinsen. Oft kommen dabei noch eventuelle Bearbeitungsgebühren oder eine geforderte Restschuldversicherung hinzu. Beide Größen lassen sich damit einfach berechnen:

  • Bruttodarlehensbetrag abzüglich Kosten des Kredits = Nettodarlehensbetrag

  • Kosten des Kredits = Bruttodarlehensbetrag abzüglich Nettodarlehensbetrag

Aus der Differenz beider Beträge ergibt sich auch diese Faustregel: Ein Kredit fällt umso günstiger aus, je geringer der Differenzbetrag ist.

Der Nettodarlehensbetrag weist somit folgende Eigenschaften auf:

  • welchen Geldbetrag Kreditnehmer tatsächlich beantragt haben

  • er ist vom Kredit der tatsächliche Auszahlungsbetrag auf das Konto des Kunden

  • er ist für die Planung der eigenen Finanzen besser geeignet

  • der Nettodarlehensbetrag kann für Angebotsvergleiche genutzt werden

Der Bruttodarlehensbetrag weist somit folgende Eigenschaften auf:

  • es handelt sich um den Gesamtbetrag des Kredits

  • er gibt an, wie viel Geld vom Kreditnehmer insgesamt zurückzuzahlen ist

  • er enthält die Nebenkosten und Zinsen des Kredits

  • der Bruttodarlehensbetrag kann für Angebotsvergleiche genutzt werden.

Mit dem Nettodarlehensbetrag Kredite richtig kalkulieren

Oft wird bei Kreditangeboten allgemein vom Gesamtbetrag gesprochen. Das ist jedoch nicht der Betrag, über den der Kreditnehmer verfügen kann. Ein Berechnungsbeispiel zu den im Alltag sehr oft genutzten Ratenkrediten zeigt es:

Berechnungsbeispiel für einen Ratenkredit:

Tatsächlich bekommt der Kunde vom Gesamtdarlehensbetrag in Höhe von 44.600 Euro nur 40.000 Euro ausgezahlt.

KostenpunktBetrag
Ratenkreditsumme (Nettodarlehensbetrag)
40.000€
Bearbeitungsgebühr von 1,75%
700€
Zinswaufwand von 60 Raten
3.900€
Gesamtkosten des Kredits
44.600€

Tatsächlich bekommt der Kunde vom Gesamtdarlehensbetrag in Höhe von 44.600 Euro nur 40.000 Euro ausgezahlt.

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Tipp: Wer sich schnell einen Überblick über die aktuellen Konditionen bei einem Ratenkredit verschaffen möchte, kann bei FINANZCHECK.de einen kostenfreien und anonymen Vergleich starten. Die Angebote in der Ergebnisliste enthalten immer Angaben zum Gesamtbetrag des Kredits. So lässt sich nach den gewählten Konditionen das jeweils passende Angebot ermitteln.

Profilbild Patrick Reuter
Patrick Reuter
Patrick Reuter, Diplompolitologe für internationale Beziehungen, hat seit über 20 Jahren Erfahrungen und Expertise in der Banken- und Versicherungswirtschaft. Bereits vor seiner Anstellung bei Finanzcheck.de war Patrick Reuter Experte für Beitrags- und Leistungsrecht von privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen. Seit 2012 ist Patrick Reuter das Herzstück von Finanzcheck.de wenn es um das Wissen auf dem deutschen Kreditmarkt und die bestmögliche Beratung für unsere Kunden geht.
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