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Was gilt es bei der Finanzierung eines Motorrads zu beachten?

Die wichtigsten Informationen im Überblick!

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Motorrad finanzieren

Motorräder gehören zu den teuersten Konsumgütern Deutschlands. Infolgedessen werden sie in den meisten Fällen finanziert, wobei dem Verbraucher verschiedene Wege offeriert werden. Am beliebtesten ist ein Ratenkredit, den Kreditnehmer häufig von herstellereigenen Banken oder Partnerbanken der Händler erhalten. Dies ist jedoch nicht immer die beste Option. Die wichtigsten Informationen zum Motorradkredit und wie Verbraucher das ideale Angebot finden, liefert dieser Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ratenkredite von der Hausbank oder einer unabhängigen Bank sind am attraktivsten.
  • Eine Beanspruchung des Dispositionskredits auf dem Girokonto ist die teuerste Variante, ein Motorrad zu finanzieren.
  • Null-Prozent-Finanzierungen können Risiken in Form von versteckten Kosten beinhalten.

Wie lässt sich ein Motorrad finanzieren?

Ein Motorrad lässt sich grundsätzlich genauso finanzieren, wie ein Gebrauchtwagen oder Neuwagen. Verbraucher können einen Kredit beim Händler, einen Kredit bei ihrer Bank oder bei einem anderen unabhängigen Kreditinstitut online oder offline aufnehmen. Der Kredit kann entweder als klassischer Ratenkredit oder als Ballonfinanzierung konzipiert sein.

Wichtig: Manche Verbraucher überziehen ihr Girokonto bis zum Limit, um ein Motorrad zu kaufen oder eine Anzahlung zu leisten. Diese Form der Finanzierung ist unüberlegt und teuer. Sie stellt die teuerste Variante überhaupt dar, um sich den Traum vom Motorrad zu erfüllen.

Händlerbank vs. unabhängige Bank: Wer ist der bessere Finanzierungspartner?

Wie eingangs erwähnt ist die Finanzierung per Ratenkredit der bevorzugte Weg. Deshalb folgt nun ein direkter Vergleich der Finanzierung über den Händler und die daran gekoppelte Bank sowie der Finanzierung über eine unabhängige Bank.

Merkmale und Besonderheiten der Finanzierung für ein Motorrad

…über die Händlerbank …über eine unabhängige Bank
Die Partnerbank des Händlers bietet mitunter für besondere Motorradmodelle sehr günstige Darlehen an, um zum Beispiel den Absatz anzukurbeln. Die Zinsersparnis verkehrt sich jedoch ins Gegenteil, wenn das Motorrad später wiederverkauft werden soll. Denn die Sondermodelle sind selten und deshalb im Vergleich zu Serienmodellen weniger stark nachgefragt. Das kann sich auf den Wiederverkaufswert negativ auswirken. Eine unabhängige Bank bietet für jedes Motorrad die gleichen Konditionen.
Kreditnehmer können mit der Händlerbank individuelle Kreditverträge vereinbaren und hinsichtlich der Laufzeiten der Kredithöhe und der Rückzahlungsmodalitäten flexibel verhandeln. Besonders günstige Angebote der Händlerbank sehen allerdings in der Regel feste Kreditkonditionen vor. Verhandlungen über den Preis oder Einzelheiten der Konditionen sind dann ausgeschlossen. Kreditnehmer können mit einer unabhängigen Bank individuelle Konditionen aushandeln. Das betrifft die Höhe des Kredits, die Laufzeit und andere Details. Auch Vollfinanzierungen sind mit einer unabhängigen Bank problemlos möglich.
Der Händler wirbt mit attraktiven Finanzierungsangeboten, die besonders günstige Zinsen in Aussicht stellen oder eine Finanzierung zu 0 % versprechen. In solchen Angeboten verbergen sich oft Fallstricke, die den Verbraucher teuer zu stehen kommen. Was hinter der Null-Prozent-Finanzierung steckt, wird weiter unten erklärt. Wird der Kredit bei der langjährigen Hausbank aufgenommen, blickt diese bereits auf eine bestehende Kredithistorie. Konnte der Darlehensnehmer bereits beweisen, dass er über längere Zeit Raten regelmäßig zurückbezahlt, wirkt sich das positiv auf die Bonität und damit auf den Zinssatz aus. Zudem hat der Verbraucher die Möglichkeit, einen Kreditvergleich durchzuführen und die Angebote mehrerer Banken miteinander zu vergleichen.
Der Kredit wird nicht von einem Finanzfachmann vermittelt, sondern von einem Autoverkäufer. Treten Fragen auf, die mit den Details des Kreditvertrags zu tun haben, bleiben diese entweder ungeklärt oder der Kreditnehmer unterschreibt einen Vertrag, der ihm nicht in Gänze klar ist. Möglich ist unter Umständen, mit der Partnerbank des Händlers zu telefonieren, um Abhilfe zu schaffen. Die Beratung bei einer unabhängigen Bank erfolgt durch ausgebildete Finanzfachleute. Fragen und Unklarheiten lassen sich im direkten Gespräch klären. Zudem können die Finanzierungsexperten den korrekten Ablauf gewährleisten, weil sie mit den gesetzlichen Vorschriften vertraut sind.

Lohnt sich eine Null-Prozent-Finanzierung für das Motorrad wirklich?

Eine Motorradfinanzierung zu 0 % klingt nach einem attraktiven Angebot. Das wäre es im Prinzip auch, wenn zwei bestimmte Anforderungen erfüllt wären:

  1. Der ausgewiesene Kaufpreis des Motorrads entspricht dem marktüblichen Niveau.
  2. Es werden keine unzulässigen Kosten zusätzlich abgerechnet.

Die Erfahrung zeigt, dass die beiden Anforderungen bei vielen Null-Prozent-Angeboten nicht zutreffen.

Der Verkaufspreis sollte nicht zu hoch sein – im Zweifel hilft vergleichen!

Der erste Punkt, die Prüfung des ausgewiesenen Kaufpreises, ist leicht erledigt. Das Internet macht es möglich, indem Interessenten das spezifische Modell in die Datenbank einschlägiger Verkaufsportale eingeben. Liegt der Verkaufspreis des Motorrads, das mit einer Null-Prozent-Finanzierung verkauft werden soll, auf dem marktüblichen Niveau, dann lohnt sich der Blick in das Kleingedruckte des Finanzierungsvertrages. Liegt er deutlich darüber, ist das Angebot zu teuer – trotz günstiger Finanzierung.

Tipp: Wer es genau wissen will, rechnet nach. Dazu ist der reguläre Marktpreis, ein geschätzter realistischer Zinssatz für die Finanzierung über eine unabhängige Bank sowie die Laufzeit in einen Finanzierungsrechner einzugeben. Anhand des Ergebnisses lässt sich ablesen, ob die Null-Prozent-Finanzierung günstiger oder teurer ist. Zu betrachten sind dabei die Gesamtkosten beider Finanzierungsangebote.

Es dürfen keine unzulässigen Kosten beim Effektivzins berechnet werden

In der Preisangabenverordnung (PAngV) hat der Gesetzgeber ganz klare Regeln aufgestellt. Diese legen fest, welche Kosten im Effektivzins enthalten sein müssen. Es handelt sich bei den Zusatzkosten zum Beispiel um Kontoführungsgebühren, Vermittlungskosten und Bearbeitungsgebühren. Wird eine Null-Prozent-Finanzierung angeboten – das heißt, der Effektivzins liegt bei 0 Prozent# –, können bestimmte Positionen, die von Gesetzeswegen im Effektivzins einzukalkulieren sind, logischerweise nicht abgerechnet werden.

Tipp: Verbraucher sollten anhand der PAngV überprüfen, ob im Angebot der Null-Prozent-Finanzierung tatsächlich keine unzulässigen Kosten geltend gemacht werden. Werden diese berechnet, müssen sie ersatzlos gestrichen werden. Das Recht steht hier eindeutig auf der Seite der Verbraucher.

Welche zusätzlichen Kosten dürfen in einer Null-Prozent-Finanzierung für ein Motorrad vereinbart werden?

Falls ein Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, erhält er in der Regel eine Mahnung. Die Kosten dafür dürfen in der Null-Prozent-Finanzierung vereinbart werden.

Händler dürfen zusätzlich zur Finanzierung des Kaufpreises weitere Produkte anbieten. Diese dürfen allerdings keinen Einfluss auf die Gewährung des Kredits haben. In der Praxis bedeutet das für den Verbraucher, dass er nicht verpflichtet ist, eine zusätzliche Leistung in Anspruch zu nehmen.

Händler dürfen zum Beispiel eine Restschuldversicherung, eine Kreditausfallversicherung, eine Ratenschutzversicherung oder ein Kreditkartenkonto zusammen mit einer Finanzierung verkaufen. Wenn sich der Verbraucher dazu entschließt, eines der zusätzlichen Produkte zu beanspruchen, dann muss er dafür natürlich auch bezahlen. Zusätzlich dürfen alle weiteren Kosten, die mit den weiteren Produkten in Verbindung stehen, abgerechnet werden. Kommen beispielsweise für ein Kreditkartenkonto Kontoführungsgebühren zum Tragen, dann darf der Händler diese Kosten weiterberechnen.

Worauf sollten Verbraucher beim Motorradkredit achten?

Ein Motorradkredit ist eine Verpflichtung, die über mehrere Jahre läuft. Wie bei jedem Kredit ist es unerlässlich, die eigene finanzielle Situation zum aktuellen Zeitpunkt und die voraussichtliche Entwicklung in der Zukunft zu berücksichtigen. Nur, wenn genügend Geld im Monat übrig ist, um die Raten regelmäßig zu bedienen, ist eine Finanzierung ratsam.

Zusätzlich zu den Kreditraten müssen Kreditnehmer berücksichtigen, dass weitere laufende und periodische Kosten auf sie zukommen:

  • Betriebskosten für Sprit und Öl
  • Wartungs- und Reparaturkosten
  • Versicherung und Steuern

Verbraucher müssen diese Positionen mit einkalkulieren, damit der Traum vom Motorrad bezahlbar bleibt. Wer das Budget geprüft und die maximal mögliche Rate für den Motorradkredit ermittelt hat, kann sich auf die Suche nach der passenden Finanzierung machen.

Laufzeit beeinflusst Kreditzins

Ein Faktor, der den Kreditzins und die monatliche Belastung maßgeblich beeinflusst, ist die Laufzeit des Kredits. Je länger die Laufzeit, desto niedriger die monatliche Rate. Doch in der Regel steigt der Zinssatz mit steigender Laufzeit. Das bedeutet also: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Es gilt deshalb abzuwägen, welche Laufzeit die passende ist. Ein Grenzwert ergibt sich bereits aus dem zur Verfügung stehenden Monatsbudgets.

Tipp: Mit dem Wert des maximalen Budgets können Verbraucher bereits eine erste grobe Berechnung mit einem Finanzierungsrechner vornehmen. Dazu tragen sie die gewünschte monatliche Rate und den Kaufpreis des ausgewählten Motorrads ein, wählen einen Zinssatz aus und stoßen die Berechnung an. Im Ergebnis erhalten sie die damit verbundene Laufzeit.

Es hat sich in der Praxis bewährt, die Laufzeit des Kredits für das Motorrad so anzupassen, dass diese die geplante Nutzungszeit nicht überschreitet. Beispiel: Der Kredit für das Motorrad läuft über acht Jahre. Der Kreditnehmer verkauft das Motorrad bereits nach fünf Jahren wieder. Somit bezahlt er die letzten drei Jahre für ein Motorrad, welches er nicht mehr fährt.

Die Höhe des Kredits anpassen

Falls die erste Berechnung von Laufzeit und Kreditrate ein Ergebnis zutage fördert, mit dem potenzielle Kreditnehmer nicht zufrieden sind, zum Beispiel, weil die Laufzeit zu lang ausfällt, haben sie zwei Möglichkeiten:

  • Höhe der monatlichen Rate anpassen: Dadurch verkürzt sich die Laufzeit. Zudem kann sich der Effektivzins vermindern.
  • Höhe des Kredits anpassen: Auf diese Weise wird der Kredit bei unveränderter Ratenhöhe schneller zurückbezahlt. Niedrigere Kreditsummen wirken sich ggf. ebenfalls auf den Zinssatz aus. Die Höhe des Kredits anzupassen bedeutet entweder, dass eine Anzahlung aus eigener Tasche getätigt wird, oder, dass ein günstigeres Motorrad gekauft wird.

Über die Stellschrauben der Kredithöhe, der Laufzeit und der monatlichen Raten können Verbraucher mit einem Finanzierungsrechner viele Varianten durchspielen. Dadurch finden Sie heraus, welche Kombination für Sie ideal ist.

Tipps für eine günstige Motorradfinanzierung

Verbraucher sollten sich generell mehrere Finanzierungsangebote einholen und diese miteinander vergleichen. Das passende Angebot ist aber nicht unbedingt das, welches den günstigsten effektiven Zinssatz ausweist. Das ideale Darlehen für die Motorradfinanzierung ist jenes, welches die günstigsten Bedingungen bezogen auf die persönlichen Ansprüche mitbringt. Es spielen neben einem möglichst niedrigen Zinssatz noch weitere Aspekte eine Rolle:

  • Sondertilgungsrecht: Damit können Kreditnehmer zusätzlich zu den regulären Raten einen größeren Betrag einzahlen, um die Laufzeit eines Darlehens zu verkürzen.
  • Ratenanpassung: Bei hohen Krediten mit langen Laufzeiten ist die Möglichkeit der kostenfreien Ratenanpassung ein gutes Mittel, um sich mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Kommt es zum Beispiel durch einen Jobwechsel zu einer Verminderung der monatlichen Gehaltszahlung, ist die Anpassung der Rate auf einen geringeren Betrag nützlich.
  • Tilgungsaussetzung: Diese Vereinbarung ist ebenfalls für hohe Kredite bzw. Kredite mit langen Laufzeiten sinnvoll. Verändert sich die Einnahmesituation durch unvorhergesehene Ereignisse, können Betroffene für einige Zeit die Ratenzahlung aussetzen. Sie zahlen dann nur die Zinsen. Die Tilgungsaussetzung ist dazu geeignet, Phasen finanzieller Engpässe zu überbrücken.

Welche Aspekte wirken sich zinsmindernd auf den Motorradkredit aus?

Folgende Auflistung zeigt die Faktoren auf, die einen Zinssatz für einen Motorradkredit senken können. Dabei gilt, dass nicht jeder Punkt auf jeden Kredit in jedem Fall zutrifft. Es ist immer eine Einzelfallprüfung erforderlich.

  • Je kürzer die Laufzeit, desto besser der Zinssatz.
  • Je höher die Anzahlung, desto besser der Zinssatz.
  • Je geringer der Kredit, desto besser der Zinssatz.
  • Je besser die Bonität, desto besser der Zinssatz.

Es gilt jedoch die Maßgabe, dass der Vergleich mehrere Angebote dazu beiträgt, den passenden Kredit für ein Motorrad zu finden. Zudem ist es empfehlenswert, das Motorradmodell mit Bedacht auszuwählen.

  • Sondermodelle sind später schwerer wieder zu verkaufen, gängige Modelle sind besser zu verkaufen.
  • Scheckheftgepflegte Motorräder sind eine bessere Wahl als gebrauchte Motorräder ohne Nachweis.
  • Der Werteverfall von Motorrädern ist in den ersten beiden Jahren am höchsten. Der Kauf eines gebrauchten Motorrads ist ökonomisch sinnvoll, denn damit senken Kreditnehmer den Kreditbedarf.