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Leasing oder Finanzierung – was lohnt sich mehr?

Unterschiede, Vorteile, Nachteile

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Leasing oder Finanzierung

Wer sich den Traum vom Neuwagen erfüllen möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Das Auto kann gekauft, finanziert oder geleast werden. Im Vergleich zum Leasing gehört bei der Finanzierung das Fahrzeug am Ende dem Halter, beim Leasen jedoch müssen die Kunden für den Wertverlust aufkommen. Dieser Ratgeber zeigt, worin die Unterschiede zwischen Leasing und Finanzierung bestehen und wann sich welche Form besser eignet.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Leasing bedeutet, das Nutzungsrecht eines Fahrzeugs zu erwerben.
  • Bei einer Finanzierung geht das Auto nach Rückzahlung des Darlehens in den Besitz der Kreditnehmer über.
  • Sowohl Kredit- als auch Leasingraten sind mit Zinsen behaftet.
  • Selbstständige und Freiberufler können Leasingraten steuerlich absetzen.
  • Leasingnehmer müssen unter Umständen nach Vertragsablauf Nachzahlungen zum Ausgleich des Wertverlustes leisten.

Was ist Leasing?

Um festzustellen, welche Finanzierungsform besser geeignet ist, müssen Verbraucher zunächst wissen, was Leasing ist. Das Wort „Leasing“ stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „mieten“ oder „pachten“. Damit ist also das Überlassen einer Sache auf bestimmte Zeit gemeint. Doch wie funktioniert Leasing?

  • Um ein Fahrzeug zu leasen, schließen die Kunden einen Vertrag mit einem Leasinganbieter oder dem Hersteller. In diesem ist festgehalten, dass der Eigentümer, in diesem Fall der Anbieter, für einen bestimmten Zeitraum dem Kunden ein Nutzungsrecht einräumt.
  • Die Leasingnehmer werden zum Halter des Fahrzeugs, allerdings nicht zum rechtlichen Besitzer. Sie sind dafür verantwortlich, das Auto zu warten und zu reparieren, dürfen es allerdings nicht verkaufen und, sofern im Vertrag vereinbart, Dritten nicht überlassen.
  • Im Regelfall werden Leasingverträge auf mindestens ein Jahr, maximal 36 Monate geschlossen. Nach Ablauf dieser Zeit können die Kunden das Fahrzeug weiterhin leasen oder an den Anbieter zurückgeben.

Als Gegenleistung für das Überlassen des Autos sind die Kunden verpflichtet, eine monatliche Leasingrate aufzubringen. Diese soll die Wertminderung ausgleichen, die durch den Gebrauch des Fahrzeugs entsteht. Die Höhe der Rate setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Fahrzeugalter
  • Modell und Leistung
  • Kilometerleistung
  • Mögliche Sonderleistungen wie ein Servicevertrag und inkludierte Versicherungen

Varianten des Leasings

Beim Leasen bestehen verschiedene Vertragsformen, die über die Höhe der Rate und auch über mögliche Nachzahlungen nach Ablauf des Vertrages entscheiden. Möglich sind folgende Formen:

Restwertleasing

Beim Restwertleasing bestimmen die Anbieter, wie hoch der Wertverlust während des Nutzungszeitraums ist. Daraus resultiert ein Restwert, also der Wert des Autos nach Ablauf der Leasingperiode. Die Differenz zwischen dem Kaufpreis sowie dem Restwert bestimmt die Höhe der Rate. Ein Beispiel zum Leasingrate-berechnen:

Ein Leasingfahrzeug hat einen Neuwert von 20.000 Euro. Unter Berücksichtigung der Nutzungsintensität gehen die Anbieter davon aus, dass nach einer zweijährigen Leasingperiode der Restwert 13.000 Euro beträgt. Dies entspricht einer Differenz von 7.000 Euro.

Beim Berechnen der Leasingrate ist außerdem eine Verzinsung zu berücksichtigen. Wie hoch diese ausfällt, variiert je nach Anbieter.

Bei einem Wertverlust von 7.000 Euro in 24 Monaten entspricht die Rate 291,67 Euro. Ausgehend von einer 3,45-prozentigen Verzinsung müssen die Leasingnehmer 337,94 Euro im Monat bezahlen.

Nach Ablauf des Leasingvertrages prüfen die Leasinggeber den tatsächlichen Wert des Fahrzeugs. Die Entwicklung der Wirtschaft, auch Unfälle und Gebrauchsspuren können für eine Abweichung zur Ersteinschätzung verantwortlich sein. Fällt der Restwert geringer aus als im Vertrag vereinbart, müssen die Kunden für die Differenz aufkommen.

gluehbirneTipp: Anzahlung leisten Wie bei einer Finanzierung lassen sich auch die Leasingraten senken, indem die Kunden eine Anzahlung leisten. Manche Anbieter fordern diese sogar vor der Überlassung des Fahrzeugs.

Kilometerleasing: Die am häufigsten genutzte Vertragsform ist das Kilometerleasing. Bei Vertragsabschluss legen die Kunden eine maximale Kilometerleistung fest, die sie mit dem Fahrzeug zurücklegen. Je niedriger die Leistung, desto günstiger sind die Raten.

Nach Rückgabe des Fahrzeugs prüfen die Anbieter die zurückgelegten Kilometer. Liegen die Kunden unter ihrer Maximalleistung, wird ihnen ein Teil der Kosten erstattet. Liegen sie jedoch darüber, müssen sie mit einer Nachzahlung rechnen.

Viele Anbieter haben eine Kulanzgrenze, welche die Leasingnehmer überschreiten dürfen. Meist liegt diese bei 1.500 bis 2.500 Kilometer. Nach Überschreiten dieser Grenze wird je zusätzlichem Kilometer ein Betrag fällig. Häufig liegen die Kosten zwischen 10 und 15 Cent. Für Kunden ist es daher wichtig, ihre Kilometerleistung möglichst genau einzuschätzen.

Wie läuft eine Finanzierung ab?

Eine Finanzierung bietet sich an, wenn Verbraucher ein Fahrzeug kaufen möchten, aber nicht die finanziellen Mittel zur Begleichung des Kaufpreises haben. Bei einer Autofinanzierung nehmen sie – beim Händler, Hersteller oder einem unabhängigen Kreditinstitut – einen Kredit auf und kommen in monatlichen Raten für die Rückzahlung auf. Als Gegenleistung für die Bereitstellung des Darlehens verlangen die Kreditgeber einen Zins, der in den Monatsraten enthalten ist. Diese besteht also aus dem Tilgungsanteil zur Rückzahlung des Darlehens sowie dem Zinsanteil zur Deckung der Kosten.

Wie beim Leasing sind auch die Kreditnehmer während der Finanzierungsperiode nur Halter des Fahrzeugs und nicht rechtmäßige Eigentümer. Die Banken verlangen als Sicherheit den Fahrzeugbrief, wodurch sie über das Auto verfügen. Die Kreditgeber dürfen, sofern ihr Kunde nicht für die Raten aufkommt, das Fahrzeug verkaufen, um das Darlehen zu decken. Nach Rückzahlung des Kredits händigen die Banken den Kreditnehmern den Fahrzeugbrief aus, womit diese zum rechtmäßigen Eigentümer werden.

Für die PKW-Finanzierung müssen Verbraucher verschiedene Anforderungen erfüllen. So schreiben alle Banken vor, dass die Kreditnehmer einen Wohnsitz in Deutschland aufweisen müssen und die Volljährigkeit erreicht haben. Außerdem müssen die Antragsteller über eine gute Bonität verfügen. Viele Kreditinstitute verlangen zudem eine positive SCHUFA-Auskunft. Es gibt allerdings auch Kreditgeber, die Darlehen mit negativen Schufa-Einträgen vergeben. Diese sind allerdings mit deutlich höheren Zinsen behaftet, um das zusätzliche Risiko abzudecken.

Tipp: Anbieter vergleichen und sparen Eine Autofinanzierung ist beim Händler wie auch bei der Hausbank möglich. Diese sind allerdings an ihre festen Konditionen gebunden. Verbraucher können online verschiedene Anbieter vergleichen, um das passende Angebote zu finden. Mit dem kostenfreien Kreditrechner von FINANZCHECK.de erhalten Kreditnehmer schnell und einfach einen guten Überblick, zu welchen Konditionen sie ihr Wunschfahrzeug finanzieren können.

Leasing oder Finanzierung: Worin liegt der Unterschied?

Um entscheiden zu können, ob Leasing oder Finanzierung besser geeignet ist, müssen Verbraucher sämtliche Fakten abwägen. Die nachfolgende Auflistung gibt einen guten Überblick über die Unterschiede beider Formen:

Finanzierung Leasing
Fahrzeug geht nach Ablauf der Vertragsperiode in den Besitz der Kunden über Kunden geben das Fahrzeug nach Ablauf der Vertragsdauer an den Händler zurück
Monatsrate errechnet sich anhand der Darlehenssumme, Laufzeit und den Zinsen Monatsrate ist von verschiedenen Faktoren wie dem Modell, der Nutzungsintensität und dem Finanzierungszeitraum abhängig
Vertragsdauer liegt im Regelfall zwischen drei und sechs Jahren Leasingverträge erstrecken sich meist über ein bis drei Jahre
19 % Umsatzsteuer zuzüglich zum Kaufpreis Umsatzsteuer entfällt, da das Fahrzeug nicht erworben wird
Bei einem Annuitätendarlehen müssen die Kreditnehmer keine hohe Abschlussrate bezahlen Unter Umständen müssen die Leasingnehmer für einen Minderwertausgleich aufkommen
keine Begrenzung der Fahrleistung Fahrleistung beim Kilometerleasing begrenzt
Kreditnehmer können selbst entscheiden, wie sie ihr Fahrzeug warten Leasingnehmer müssen die Servicevereinbarungen der Anbieter einhalten

Auto leasen oder kaufen: Kosten berücksichtigen!

Nicht nur in Bezug auf die Vertragsform, auch finanziell unterscheiden sich Leasing und Finanzierung. Allgemein gilt die Annahme, Leasing wäre günstiger als eine Finanzierung. Pauschal lässt sich dies allerdings nicht sagen, denn wie teuer das Leasingfahrzeug tatsächlich ist, erfahren die Kunden erst am Ende ihrer Vertragslaufzeit. Wurden alle Bedingungen erfüllt, die Kilometerangaben nicht überschritten und sind keine Mängel festzustellen, müssen die Leasingnehmer keine Mehrkosten bezahlen. In diesem Fall kann der Leasingvertrag günstiger sein.

Kostenbeispiel Leasing

  • Neupreis: 20.000 Euro
  • Laufzeit: drei Jahre
  • Sonderzahlung in Form einer Anzahlung: 4.000 Euro
  • Monatliche Rate inkl. Zinsen: 300 Euro
  • Gesamtkosten: 4.000 Euro + 10.800 Euro (300 x 36) = 10.800 Euro

Kostenbeispiel Finanzierung

  • Neupreis: 20.000 Euro
  • Laufzeit: fünf Jahre
  • Effektiver Jahreszins: 3,9 Prozent
  • Sonderzahlung in Form einer Anzahlung: 4.000 Euro
  • Monatliche Rate: 293,45 Euro
  • Gesamtkosten: 4.000 Euro + 17.607 Euro (293,45 x 60) = 21.607 Euro

Der Kunde bezahlt zwar in fünf Jahren den doppelten Preis im Vergleich zur zweijährigen Leasingperiode, im Anschluss geht das Fahrzeug jedoch in seinen Besitz über. Der Leasingnehmer muss, sofern er das Auto erwerben möchte, für eine hohe Schlussrate aufkommen oder den Restbetrag finanzieren.

Für wen lohnt sich Leasing?

Leasing lohnt sich für Selbstständige und Freiberufler, die ihre Leasingraten steuerlich geltend machen können. Doch auch für Privatpersonen kann sich der Leasingvertrag lohnen, wenn sie sich nicht langfristig an eine Finanzierung binden möchten. Dadurch wird ihnen ermöglicht, ein neues Fahrzeug zu nutzen, zu meist günstigeren Preisen als bei einem Kredit. Vorausgesetzt, es sind keine zusätzlichen Kosten in Bezug auf die Wertminderung oder eine Überschreitung der Kilometerleistung notwendig. Außerdem empfinden Verbraucher die relativ kurze Vertragsperiode beim Leasing als entscheidenden Vorteil gegenüber einer langjährigen Finanzierung.

Leasing lohnt sich vor allem für Personen, die wenig fahren. Aufgrund der geringen Kilometerleistung profitieren sie von günstigen Preisen beim Kilometerleasing.

Vor- und Nachteile von Leasing

Vorteile Nachteile
kurze Laufzeit diverse Vertragsbindungen wie Partnerwerkstätte und Servicepflichten
niedrige Leasingraten Fahrzeug geht nicht in den Besitz über
günstige Raten für Wenigfahrer Leistung muss möglichst genau kalkuliert werden
steuerlich absetzbar für Selbstständige und Freiberufler unter Umständen teure Nachzahlungen
Möglichkeit, immer ein neues Auto zu nutzen

Für wen lohnt sich die Finanzierung?

Die Pkw-Finanzierung setzt sich überwiegend gegen das Leasing durch. Grund dafür ist, dass die Kreditnehmer am Ende der Vertragslaufzeit das Fahrzeug besitzen. Sie zahlen die Raten also nicht nur für ein Nutzungsrecht, sondern erwerben dadurch Besitzansprüche.

Die Finanzierung des Autos lohnt sich für alle, die finanziell gefestigt sind und ein Fahrzeug langfristig besitzen möchten. Kreditnehmer können frei darüber verfügen und müssen sich an keine vertraglichen Verpflichtungen halten. Außerdem steht es ihnen frei, das Auto Freunden oder Familienmitgliedern zur Nutzung zu überlassen. Mit dem Einverständnis der Bank können die Kreditnehmer das Auto verkaufen. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass bei einer frühzeitigen Rückzahlung des Darlehens eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen kann.

Vor- und Nachteile von einer Finanzierung

Vorteile Nachteile
Kreditnehmer wird Eigentümer Kreditraten höher als beim Leasing
keine Einschränkungen bei der Nutzung langfristige Bindung an eine Zahlungsverpflichtung
keine Bindung an Vertragswerkstätte oder Seviceverpflichtungen keine Rabatte bei Partnerwerkstätten
Kosten sind über den gesamten Zeitraum hinweg planbar höheres Verschleißrisiko aufgrund einer längeren Nutzungsdauer
keine teure Schlussrate bei einem Annuitätendarlehen

Zusammenfassung: Auto kaufen oder leasen?

Leasingverträge lohnen sich in den meisten Fällen nur für Selbstständige, die von der steuerlichen Absetzbarkeit profitieren, sowie für Personen, die sich nicht langfristig an einen Vertrag binden möchten. Auch wenn die Raten beim Leasing deutlich günstiger als bei der Finanzierung sind, sollten Verbraucher bedenken, dass womöglich hohe Kosten nach Ablauf des Vertrages entstehen. Hinzu kommt, dass am Ende einer Leasingperiode ein neues Fahrzeug angeschafft werden muss, was erneut Kosten verursacht. Bei der PKW-Finanzierung hingegen sind die Raten höher und die Laufzeit länger. Dafür besitzen die Darlehensnehmer das Auto nach Rückzahlung des Kredits und müssen nicht für weitere Darlehens- oder Leasingraten aufkommen.

vergleichsrechnung-anstossenTipp: Vor einer PKW-Finanzierung empfiehlt es sich, verschiedene Anbieter online zu vergleichen. So kann schnell der passende Kredit gefunden werden. Mit dem kostenlosen Kreditrechner von FINANZCHECK.de können Kreditnehmer binnen weniger Sekunden Kreditangebote von zahlreichen Banken miteinander vergleichen.