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Investitionskredit – lang- und mittelfristige Finanzierungsmöglichkeit

Erklärungen & Tipps im Überblick

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Investitionskredit

Durch einen Investitionskredit erhalten Unternehmen die Möglichkeit, lang- oder mittelfristig in Anlagevermögen wie Immobilien, Maschinen oder Fahrzeuge zu investieren. Diese Investitionen können für ein Unternehmen in manchen Fällen dringend erforderlich sein. In anderen Fällen sind sie hingegen allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll und verbessern die Marktposition.

Das Wichtigste in Kürze

  • Investitionskredite werden lang- oder mittelfristig an Unternehmen vergeben.
  • Der Kredit dient der Finanzierung von Anlagevermögen.
  • Banken oder Förderbanken vergeben Investitionskredite.

Investitionskredit: Definition

Unter einem Investitionskredit ist ein lang- oder mittelfristiger Kredit für Unternehmen oder Selbstständige zu verstehen. Er wird auch als Investitionsdarlehen bezeichnet. Der Kredit ist zweckgebunden und dient der Finanzierung von Anlagevermögen. Das bedeutet, dass der Kredit dem Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, um damit beispielsweise einen Immobilienkauf oder die Anschaffung von Produktionsmaschinen zu finanzieren.

Für wen ist ein Investitionskredit geeignet?

Ein Investitionskredit für Selbstständige oder Unternehmen dient dazu, die Investition in Anlagevermögen zu finanzieren. Zum Anlagevermögen zählen beispielsweise betrieblich genutzte Immobilien und Fahrzeuge oder Produktionsmaschinen. Entsprechend seines vorgesehenen Verwendungszwecks wird der Investitionskredit darum von Banken an Unternehmen oder Selbstständige zur Finanzierung betrieblicher Investitionen vergeben.

Wie ist ein Investitionskredit aufgebaut?

Vergibt eine Bank einen Investitionskredit an Unternehmen, verlangt sie üblicherweise den Einsatz von zehn bis 25 Prozent der Investitionssumme aus Eigenkapital des Unternehmens. Eine Vollfinanzierung der Investitionssumme allein durch die Bank stellt hingegen eine Ausnahme dar. Darüber hinaus werden aufgrund der langen Laufzeit auch Sicherheiten von den Banken verlangt.

Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Kredit zur Finanzierung von Investitionen vergeben und die Kreditsumme ausgezahlt werden. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Kredit zur Finanzierung von Investitionen vergeben und die Kreditsumme ausgezahlt werden. Aufgrund dieser Vergabevoraussetzungen lässt sich der zweckgebundene Investitionskredite in je eine Innen- und eine Außenfinanzierungskomponente unterteilen.

Innenfinanzierung: Definition

Zur Bewilligung eines Investitionskredits ist in den allermeisten Fällen ein bestimmter Eigenkapitaleinsatz notwendig. Der Eigenkapitaleinsatz dient dazu, das Kreditrisiko der Bank gering zu halten und zeigt die Bereitschaft des Unternehmers, selbst ein finanzielles Risikos einzugehen. Es lässt sich darum sagen, dass ein Teil des Investitionskredits - nämlich der geforderte Eigenkapitaleinsatz - durch das Unternehmen innenfinanziert werden muss.

Von Innenfinanzierung ist die Rede, wenn ein Unternehmen eine Anschaffung ohne finanzielle Beteiligung einer Bank oder eines Investoren „aus eigener Kraft“ finanziert.

Da der Unternehmer im Rahmen einer Investitionsfinanzierung Eigenkapital einbringt, ist hierin ein Art der Innenfinanzierung zu sehen.

Zu beachten ist allerdings: Um den Investitionskredit bewilligen zu können, fordert der Kreditgeber meist den Einsatz eines bestimmten Protzentsatzes an Eigenkapital. Mit anderen Worten: Der Kreditgeber finanziert die gewünschte Investition nicht zu 100, sondern nur etwa zu 80 Prozent. Die übrigen 20 Prozent der Investitionssumme muss das Unternehmen aus eigener Finanzkraft aufbringen.

Außenfinanzierung: Definition

Die Außenfinanzierung ist eine Art der Finanzierung, bei der notwendige Finanzmittel nicht vom Unternehmen selbst, sondern von einem Dritten, z.B. einer Bank, stammen. Das bedeutet: Findet eine Außenfinanzierung statt, stammen die finanziellen Mittel, die für eine Investition nötig sind, aus externen Quellen. Die Investition wird nicht mit Mitteln getätigt, die das Unternehmen selbst erwirtschaftet hat.

Prinzipiell kann die Außenfinanzierung als Fremd- oder Eigenfinanzierung erfolgen. Eine Form der Eigenfinanzierung ist z.B. die Erhöhung von Kapitaleinlagen durch Gesellschafter, die hierzu auf ihr Privatvermögen zurückgreifen. Eine Fremdfinanzierung liegt hingegen vor, wenn beispielsweise eine Bank oder ein Investor als externer Kapitalgeber auftritt.

Bei einem Investitionskredit ist überwiegend letzteres der Fall. Während ein Teil der Investitionssumme innenfinanziert wird (Eigenkapitaleinsatz), wird die übrige Investitionssumme mit Hilfe einer Außenfinanzierung durch eine Bank fremdfinanziert.

Welche Arten von Investitionskrediten gibt es?

Investitionskredite werden in zwei Formen unterteilt:

  • klassische Investitionsfinanzierung
  • staatlich geförderte Investitionsfinanzierungen

Klassischer Investitionskredit ohne staatliche Förderung

Soll ein „regulärer“ Investitionskredit ohne staatliche Förderung bei einer Bank aufgenommen werden, muss der Kreditnehmer keine bestimmten Kriterien erfüllen. Zwar muss eine ausreichende Bonität vorhanden sein und eventuell auch Eigenkapital eingesetzt werden, weitere Kriterien - wie etwa eine regionale Verbundenheit des Unternehmens – müssen hingegen nicht erfüllt werden.

Investitionskredit mit staatlicher Förderung

Staatlich geförderte Investitionskredite werden durch die Landesbanken sowie wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben. Manche Programme zeichnen sich dadurch aus, dass bis zu 80 Prozent der Kreditsumme durch staatliche Bürgschaften abgesichert werden können. Hier erhalten Unternehmer häufig Investitionskredite mit Zinssätzen, die im Vergleich zur Finanzierung ohne Förderung sehr günstig sind.

Der Weg zu einem Investitionskredit aus einem staatlichen Fördertopf führt dennoch so gut wie immer über die begleitende Bank. Zuerst müssen potenzielle Kreditnehmer den Bankberater von ihrem Vorhaben überzeugen. Hält er das Konzept für tragfähig und ist bereit, es mit einer Finanzierung zu unterstützen, dann ist der richtige Zeitpunkt, ihn aufzufordern, bei seinem Finanzierungsangebot öffentliche Mittel zu berücksichtigen. Im Idealfall haben sich Antragsteller bereits im Vorfeld über die Möglichkeiten informiert.

gluehbirneTipp: Bei der Kfw-Bank ist der Kfw-Unternehmerkredit (Programm 037, 047) ein universell einsetzbares Fördermittel. Er ist für Firmen in ganz Deutschland interessant und grundsätzlich verfügbar. Wer zusätzlich wissen möchte, ob es im eigenen Bundesland ein alternatives Landesprogramm gibt, erkundigt sich auf der Webseite der jeweiligen Landesbank in der Rubrik Unternehmensfinanzierung oder ruft direkt bei der kostenfreien Hotline der Landesbank an, um die Frage zu klären.

Welche Kreditbedingungen gibt es?

Investitionskredite werden ausschließlich zweckgebunden gewährt. Was ihre Rückzahlung anbelangt, können sie sich jedoch unterscheiden. So können Investitionskredite als Ratenkredite, als endfällige Darlehen oder als Annuitätendarlehen gewährt werden. Das gilt insbesondere bei Investitionen in ein Betriebsgrundstück.

Wird der Investitionskredit als Ratenkredit vergeben, wird eine feste Laufzeit vereinbart, die sich an der Abschreibungsdauer des Investitionsgegenstands orientiert. Die Rückzahlung der Kreditsummer erfolgt dann in festen Raten, die sich aus Zins und Tilgungsrate zusammensetzen. Je höher der bereits getilgte Kreditbetrag, umso niedriger wird üblicherweise die verbleibende Rückzahlungsrate.

Wird der Investitionskredit hingegen als endfälliges Darlehen gewährt, muss die gesamte Kreditsumme am Ende der Darlehenslaufzeit zurückgezahlt werden.

Bei der Vergabe des Investitionskredits als Annuitätendarlehen erfolgt die Rückzahlung ebenfalls über einen festgelegten Zeitraum und in Teilbeträgen. Allerdings ist die Ratenhöhe hier über den gesamten Rückzahlungszeitraum gleichbleibend.

Zinssatz des Investitionskredits

Welche Kreditkonditionen für einen Investitionskredit gelten, hängt von mehreren Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Neben dem Kreditgeber und der Kredithöhe spielen auch die Bonität des Unternehmens sowie die gebotenen Sicherheiten eine wichtige Rolle für die Bestimmung der Konditionen wie der Zinsen für Investitionskredite.

Vor- und Nachteile eines Investitionskredits

Vorteile Nachteile
- größerer Investitionsspielraum, evtl. bessere Marktchancen

- meist gute finanzielle Planbarkeit durch feste Verzinsung

- das Investitionsgut kann auch als Sicherheit gelten

- Möglichkeiten staatlicher Förderung
- geförderte Investitionskredite sind nicht jedem Unternehmen zugänglich

- verfrühte Tilgung ist oft mit hohen Kosten verbunden (Vorfälligkeitsentschädigung)

Was ist der Unterschied zum Betriebsmittelkredit?

Sowohl Investitions- als auch Betriebsmittelkredite sind Arten der Unternehmensfremdfinanzierung. Die beiden Kreditarten unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Zweck: Während ein Investitionskredit mittel- oder langfristig gewährt wird und der Finanzierung von Anlagevermögen dient, soll der Betriebsmittelkredit nur kurzfristig die Liquidität eines Unternehmens sicherstellen.

Investitionskredit zusammengefasst

Der Investitionskredit dient der mittel- oder langfristigen Investition in Anlagevermögen und kann einem Unternehmen dabei helfen, seine Marktposition zu verbessern. Gerade für junge und innovative Unternehmen ist die Möglichkeit interessant, staatlich geförderte Investitionskredite in Anspruch zu nehmen und so zukunftsweisende Projekte und Produkte zu etablieren.