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Startup gründen: Schritt für Schritt zum eigenen Unternehmen

Definitionen, Tipps und Anleitung

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Start Up

Wer ein Start Up gründen möchte, hat zunächst den Kopf voller Ideen und die Lust, etwas ganz Neues zu unternehmen. Stichwort „unternehmen“: Aller Anfang es braucht Kapital, Zeit und Mühe, das richtige Netzwerk und die nötigen Tipps sowie Hilfen, um durchstarten zu können. Von der Finanzierung über den Businessplan mit der zündenden Geschäftsidee bis hin zu Marketing und PR sind viele Schritte zu machen. Wer diese als Start Up gehen möchte, sollte mit Risiken richtig umgehen können, wird aber am Ende vielleicht doch mit spektakulären Geschäftserfolgen belohnt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Als Start Up werden allgemein neu gegründete Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen verstanden.
  • Die Gründer wollen möglichst schnell im Markt wachsen und holen sich oft Kapitalgeber in Form von Venture Capital oder Business Angels an Bord.
  • To-Do-Checklisten und öffentliche wie private Beratungseinrichtung helfen, die ersten und wichtigsten Schritte geplant und zielgerichtet zu gehen.
  • Jedes erfolgreiche Start Up braucht die richtigen Ideen, wobei eine Reihe bewährter Methoden, Ideenwerkstätten oder Beratungs-Center auf die Sprünge helfen können.
  • Wer gründen will, sollte sich selbst gut prüfen: stimmen auch bei einem selbst die persönlichen Voraussetzungen als Unternehmer wie Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und Selbstkritik.

Was ist ein Start Up?

Der aus der amerikanischen und britischen Gründerszene entstammende Begriff „Start Up“ (englisch „to Start Up“ = „gründen, etwas in Gang setzen“) steht allgemein für neu gegründete Unternehmen, die eine innovative Geschäftsidee mit hohen Wachstumsaussichten verfolgen. Dabei steht Start Up immer auch für die allererste Phase einer geschäftlichen Entwicklung (Lebenszyklus).

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird mit dem Start Up immer wieder das Klischee einer Handvoll verschworener Technik- und Internet-Pioniere verbunden, die mit wenig Geld in einer Garage und in unzähligen Nachschichten an der großen Sache werkeln. In vielen Fällen mag das zutreffen, oft sind die typischen Start Up-Unternehmen aber weniger spektakulär. Entscheidend ist nicht das Wie, sondern das Was: Es kommt für den Markterfolg vor allem auf den Grad der Innovation an, die eine praktikable, oft kostengünstigere Lösung und Verbesserung im Alltag von Verbrauchern oder Kunden darstellt. Es sind die besonderen Ideen, die den Markt und zukünftige Investoren überraschen und überzeugen werden. Dann ist einem Start Up auch ein hohes, überdurchschnittliches Wachstum sicher. Es sind daher besonders diese Eigenschaften typisch für ein Start Up:

  • das Unternehmen ist maximal fünf bis zehn Jahre alt
  • es verfügt über ein geringes Maß an Startkapital
  • Schwerpunkt ist die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsideen
  • in dieser ersten und jungen Entwicklungsphase will das Unternehmen besonders stark bei Umsatz und Mitarbeiterzahl wachsen

Um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen, müssen Start Up-Unternehmen oft ihre Kapitalbasis schnell und nachhaltig verstärken. Dazu nutzen sie insbesondere Kapital von Investoren. Besonders prominente Beispiele von Start Up's in Deutschland sind die Onlinehändler Zalando (Mode), Home24 (Möbelversand), Trivago (Hotelsuche), FlixBus (Mobilität), Jimdo (Website-Baukästen), Lieferheld (Online-Essensbestelldienst) oder Babbel (Online Sprachlernkurse).

Start Up gründen: Was ist zu beachten?

Soll ein Start Up gegründet werden, empfiehlt sich für jeden Gründer, rechtzeitig die notwendigen Grundlagen und Voraussetzung zu klären. Denn ohne Planung geht es nicht. Außerdem werden heute eine professionelle Beratung und Begleitung (Coaching) von vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen aus der Wirtschaft oder Verwaltung angeboten. Das kann jedoch nicht einen soliden Plan zum eigenen Geschäftsmodell und die ersten Schritte zur Gründung ersetzen.

Was sind die ersten und wichtigsten Schritte?

Ohne Planung geht es am Anfang nicht. Und so sollte jeder Gründer eventuell zusammen mit Gründungsberatern, Anwälten oder Steuerberatern die folgenden Schritte angehen:

Zuerst steht die To-Do-Liste mit den aller wichtigsten Fragen: Ist der Unternehmenszweck klar beschrieben? Ist das erforderliche Startkapital bereits zusammen? Wer gehört zum Gründerteam? Welche Gesellschaftsform (GmbH, AG, GbR etc.) passt am besten, heute und (!) auch später?

Namensfindung: Wird oft unterschätzt, ist aber ein sehr wichtiger Punkt. Hier sollte gut überlegt werden, welchen Namen das Unternehmen für die Zukunft bekommen sollte. Er sollte prägnant und unterscheidungskräftig sein. Außerdem hängen damit weitere Fragen zusammen: Ist der Firmenname für die Geschäftsidee richtig? Gibt es keine anderen Unternehmen mit ähnlichen oder gleichen Namen, damit er als Marke geschützt werden kann? Ist auch eine entsprechende Domain für die Internetseite der Firma nutzbar?

Stammkapital, Aufgaben und Anteile: Ist das Mindeststammkapital – derzeit beispielsweise bei GmbHs 25.000 Euro – vorhanden? Sind die Kosten und Verantwortlichkeiten geklärt? Eine weitere Frage dazu: Wer wird die Geschäfte (intern und extern) führen? Außerdem: Welche Person soll welche Anteile in welcher Höhe übernehmen?

GmbH-Gesellschaftsvertrag bzw. Musterprotokoll: Gründer haben hier die Wahl zwischen einem Musterprotokoll oder einem individuell aufgesetzten Gesellschaftsvertrag. Das Musterprotokoll ist eine standardisierte Formvorlage. Sie ist leicht anzuwenden, andererseits sind dann Änderungen bei den Rechten und Pflichten der Gesellschafter kaum möglich.

Notartermin vereinbaren: Damit das Unternehmen offiziell angemeldet werden kann, ist ein Notartermin zur Beurkundung der Gründungsdokumente notwendig.

Geschäftskonto eröffnen: Dazu werden die beglaubigten Unterlagen vom Notar benötigt.

Gewerbeanmeldung und weitere Behördengänge: Weitere Schritte bei den Behörden runden die Gründung eines Start Up ab: Gewerbe anmelden, Erfassungsbogen für die Steuern ausfüllen, die betreffende Berufsgenossenschaft informieren sowie bei zukünftigen Beschäftigten eine Betriebsnummer bei der Agentur für Arbeit beantragen. Bei Bilanzpflicht ist zudem eine Eröffnungsbilanz zu erstellen.

Hinweis: Wenn das Finanzamt zugestimmt hat, wird von dort die Steuernummer vergeben.

Wie bekomme ich als Start Up die richtigen Ideen?

Innovationen und Ideen sind das Lebenselixier für Start Up Unternehmen. Daher ist natürlich die Frage nach der Ideenfindung grundlegend. Nicht nur, dass die Ideenfindung trainiert und professionell begleitet werden kann. Es gibt auch klassische Methoden, wie sich Start Ups die entscheidenden Ideen in Projekten oder Ideenwerkstätten erarbeiten können. Geht es doch um den alles entscheidenden Punkt, sich in die zukünftigen Kunden hineinzuversetzen und Probleme aus dessen Sicht zu begreifen. Nur so können daraus die richtigen Ideen und Lösungen gefunden werden. Denn Kunden müssen letzten Endes bereit sein, das neue, innovative Produkt zu einem bestimmten Preis kaufen zu wollen. Das werden sie aber tun, wenn es ihnen direkt und bequem ein Problem löst oder einen Vorteil gegenüber anderen Produkten verschafft.

Profis und Experten in der Start Up-Szene empfehlen für die Ideenfindung bestimmte bewährte Methoden:

  • Klingt simpel, ist aber immer noch der beste Ansatz: mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und bestehende Verfahren, Produkte und Lösungen zu hinterfragen;
  • Seitenwechsel: Überlegen, was ist das Problem aus Sicht des Kunden und wie braucht er die Lösung?
  • Kommunikation und Austausch: Über die gefundenen Ideen mit anderen (Praktikern) darüber sprechen.
  • Alles in Skizzen und Worte fassen: Spontane Ideen sollten unbedingt sofort auf Papier oder in elektronischer Form festgehalten werden.
  • Das Business Modell Canvas nach Osterwalder hilft bei der Veranschaulichung von Geschäftsmodellen und ist ein bewährtes Werkzeug für die gemeinsame Arbeit von Teams. Es kann auch online kostenfrei erstellt werden.

Der Ideenfindung auf die Sprünge helfen ganz besonders diese klassischen Methoden:

  • Brainstorming mit Karten, Papier-Zettel und Stecknadeln für die Pinnwand;
  • MindMapping für das Geschäft: So werden Business-Modelle skizziert und entwickelt;
  • Fragetechniken wie die altbekannten „Was“: Wer, Wo, Was, Wann, Warum, Weswegen?
  • Umgekehrt denken: das Gegenteil durchdenken wie z.B.: „Wer braucht unser Produkt nicht und warum?“

Daneben können sicherlich auch viele andere Methoden helfen, die Ideenwerkstätten, UNI-Projekte oder Start Up-Center nach eigener Erfahrung empfehlen.

Start Up – Finanzierung mit oder ohne externes Kapital?

Eine grundsätzliche Entscheidung bei Gründung eines Start Ups ist die Frage nach der Herkunft des nötigen Startkapitals. Hier steht wie bei vielen anderen unternehmerischen Projekten immer die wesentliche Frage am Anfang: Soll das Startkapital aus den eigenen Mitteln der Gründer aufgebracht werden oder sollen externe Kapitalgeber einspringen?

Eigenes Kapital: Dafür spricht, dass die Gründer in der Regel sehr viel bewusster mit dem Kapital umgehen werden, was jedoch auch nicht vor möglichen Fehlern schützt. Jedenfalls kann angenommen werden, dass Gründer es von vorneherein schonender und zielorientierter einsetzen werden. Weitere Vorteile: Gründer begeben sich nicht sofort in wirtschaftliche Abhängigkeiten und behalten die Entscheidungshoheit. Gerade bei anfänglichen Strategiediskussionen ein sehr wichtiger Punkt. Und sollte das Start Up dann auch noch Gewinne abwerfen, blieben sie eben komplett auf dem eigenen Konto.

Externes Kapital: Will das Start Up Unternehmen schnell wachsen und Marktanteile gewinnen, geht es oft nicht ohne eine kräftige Finanzspritze von außen. Externe Kapitalgeber sind dann gefragt. Neben diesem Pluspunkt spricht oft auch der Vorteil, den die Kapitalgeber von außen nutzen können: Sie erhalten bereits mit der „Stunde Null“ relativ günstig Anteile am Unternehmen. Sollte sich das Start Up in die gewünschte Richtung entwickeln, können sie später auch beachtliche Gewinne mit ihrem Kapitaleinsatz erzielen. Daher stehen Start Up Unternehmen heute eine Vielfalt an externen Kapitalgebermodellen zur Verfügung, wozu insbesondere diese Finanzierungsformen die bekanntesten sind:

  • Venture Capital: In der Regel außerbörsliches Wagnis- oder Risikokapital, das meistens von Fonds investiert wird. Im Gegenzug für das bereitgestellte Kapital erwarten die Venture Kapitalgeber Renditen - entweder in Form von Gewinnausschüttungen oder späteren Unternehmensverkäufen. - Business Angels: Business Angels investieren ebenfalls Kapital, bringen darüber hinaus aber auch Know-how und Kontakte mit in das Unternehmen ein. Anders als “VCs” beraten sie das Gründerteam auch.
  • Family & Friends: Die Finanzierung aus dem Umfeld wie durch Bekannte oder insbesondere die Familie ist natürlich nur möglich, wenn hier entsprechendes Kapital vorhanden ist. Meist stellen “Family & Friends” das Kapital als Kredit zur Verfügung, sodass alle Unternehmensanteile bei den Gründern verbleiben.

gluehbirne-euro Tipp: Auch zahlreiche öffentliche Fördertöpfe helfen bei einer Finanzierung durch externes Kapital. Unter anderem stehen folgende Programme zur Verfügung:


  • „KMU innovativ“ (Bundesministeriums für Forschung und Bildung - BMBF),
  • „EXIST-Gründerstipendium" (Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie - BMWE),
  • „Horizon 2020 und SME Instrument“ (Europäische Union),
  • „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM“ (BMWE) sowie die
  • KfW-Förderprogramme „ERP-Gründerkredit – Startgeld“ (bis 100.000 Euro), das „ERP-Kapital für Gründung“ (bis 500.000 Euro) und der „ERP-Gründerkredit Universell“ (bis 25 Mio. Euro).

In jedem Fall sollten sorgfältig die Vor- und Nachteile der einzelnen Finanzierungsformen vor einer Entscheidung abgewogen werden. Vor allem sind dabei die Anforderungen und Kriterien zu beachten.

Wer trotz der vorhandenen Finanzierungsquellen für das Start Up noch weiteres Fremdkapital benötigt, kann auch bei den online leicht nutzbaren Kreditrechnern eine ergänzende Finanzierung in Form eines privaten Ratenkredits suchen. Mit dem kostenlosen Vergleichsrechner von FINANZCHECK.de kann die Suche in nur wenigen Schritten zum Ziel führen:

Eingabe der gewünschten Kreditsumme Eingabe der Laufzeit den Verwendungszweck auswählen die Angebote der verschiedenen Anbieter prüfen sich für das passende Angebot entscheiden am Ende den Kreditantrag beim entsprechenden Anbieter stellen

Hinweis: Bei weiteren Fragen zur Fremdkapitalsuche per Bankkredit über den Kreditvergleichsrechner kann auch der kostenlose Telefonservice von FINANZCHECK.de genutzt werden-

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, um ein Start Up gründen zu können?

Wer ein Start Up Unternehmen einzeln oder in einem Team gründen möchte, sollte sich über eines im Klaren sein: Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Und der Erfolg hängt nicht nur vom investierten Kapital und der Geschäftsidee ab, sondern besonders von persönlichen Eigenschaften. Voraussetzungen, die Start Up Unternehmer unbedingt mitbringen sollten:

  • Durchhaltevermögen: Aller Anfang ist schwer und besonders dann, wenn technisch oder geschäftlich über innovative Produkte „Neuland“ betreten werden soll. Die bekannte Anfangseuphorie ist gut und wichtig, aber oft dauert es lange, bis sich im Markt erste Erfolge einstellen und „Gewinne geschrieben“ werden. Dazwischen können Jahre harter Arbeit und viele Rückschläge liegen. Für Gründer heißt das: An den richtigen Ideen festhalten und mit der Zeit Widerstände aushalten.
  • Selbstkritik: Als Unternehmer müssen Gründer mit Augenmaß selbstkritisch bleiben und falsche Prognosen oder Markteinschätzungen rechtzeitig hinterfragen können. Das gilt auch für die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten. Selbstkritik schützt vor Selbstbetrug, verhindert manche teure Experimente, schärft den Blick für den Markt und ist eigentlich die beste Voraussetzung für Selbstvertrauen. Dagegen sind Einbildung, Überheblichkeit und Selbstüberschätzung denkbar schlechte Ratgeber.
  • Risikobereitschaft: Auf den Boden der Realität bringt zunächst ein Blick auf die Start Up-Statistik. Fakt ist, dass viele früher oder später scheitern. Es gehört also eine erhebliche Portion Risikobereitschaft zum Gründen. Gründer müssen fähig und bereit sein, mit erheblichen Geldmitteln bei vorhandenem Risiko verantwortungsvoll und mit genauem Augenmaß umzugehen. Manche Ausgaben werden dann sogenannte Fehlinvestitionen sein, aber sie dürfen sich eben 1.) nicht wiederholen, sie sollten 2.) verkraftbar und nicht existenzbedrohend sein und 3.) trotzdem das Start Up auf dem Weg zum Ziel weiterbringen. Aber eine Garantie gibt es nicht. Darin besteht die spannende unternehmerische Herausforderung.

Start Up mit Euphorie und „Plan B“ gründen

Oft beginnt die Gründung eines Start Ups mit sehr viel Euphorie und idealen Vorstellungen. Wenn nach vielen ersten Schritten der Planung und Vorbereitung einige Monate ins Land gezogen sind, weicht der anfängliche Gründerelan der harten, nüchternen Realität. Das gilt besonders bei der finanziellen Entwicklung. Sind ausreichend Reserven eingeplant oder sogar Fremdkapitalgeber an Bord, kann auch diese Phase erfolgreich durchgestanden werden. Jedenfalls sollte immer ein „Plan B“ aus finanzieller Sicht bestehen, der neue Kapitalquellen ermöglicht.