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Was kostet mich eine Heizung in Anschaffung & Unterhalt?

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Kosten einer neuen Heizung - damit ist bei der Anschaffung zu rechnen

Besonders im Winter ist die Heizung das „Herzstück“ des Hauses. Sie sorgt für wohlige Wärme und Gemütlichkeit, auch wenn es draußen regnet, schneit und stürmt. Nicht auszudenken, was passiert, wenn das Gerät ausfällt und die Arbeit einstellt. Doch nicht nur aus diesem Grund denken viele Immobilienbesitzer frühzeitig an die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage, vor allem die Effizienz einer Heizungsanlage spielt auf lange Sicht eine entscheidende Rolle. Die Anschaffungskosten variieren je nach System zwischen 5.000 und 25.000 Euro.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Markt bietet unterschiedliche Heizungssysteme: Öl, Gas, Wärmepumpe, Pellet.
  • Insbesondere Wärmepumpen gelten als nachhaltige Heizungen.
  • Eine komplette Heizungsanlage kostet zwischen 5.000 und 25.000 Euro.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die Anschaffung bestimmter Heizungssysteme.

Welche Heizungsanlagen gibt es?

Der Markt bietet altbewährte Heizungssysteme, bringt aber auch moderne Neuerungen hervor. Die folgende Auflistung verschafft einen Überblick.

Ölheizung

Die Ölheizung ist eine der ältesten Heizungsanlagen. Sie setzt auf die Verbrennung eines fossilen Rohstoffes zur Wärmegewinnung. Allerdings durchläuft das Erdöl einige Verarbeitungsprozesse, bevor es als Heizöl eingesetzt wird. Es soll besonders leichtflüssig und schwefelarm sein. Raffinerien bieten auch Bio-Heizöl oder Premium-Heizöl an. Diese Varianten sind in der Regel schwefelarm und werden meist aus Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl und Methanol hergestellt.

Ölheizungen sind mit einer Lebensdauer zwischen 20 und 30 Jahren bei regelmäßiger Wartung auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Sie eignen sich bestens für die ganzheitliche Gebäudeerwärmung und laufen unabhängig von städtischen Versorgungsnetzwerken. Dafür benötigen Besitzer einer Ölheizung ausreichend Platz im Keller, um einen Öltank aufzustellen. Tanks für Einfamilienhäuser fassen durchschnittlich 3.000 Liter Heizöl.

Vorteile Nachteile
langlebig verwendet fossilen Brennstoff – keine Nachhaltigkeit
für ganzheitliche Gebäudeerwärmung geeignet aufwendige Reinigung und Entsorgung
vergleichsweise günstig in der Anschaffung hoher Energieverlust durch austretende Wärme über den Schornstein
recht geringe Betriebs- und Wartungskosten hoher Platzbedarf

Gasheizung

Gasheizungen benötigen viel weniger Platz als Ölheizungen. Es gibt wandhängende und bodenstehende Systeme, wobei wandhängende Gasheizungen günstiger in der Anschaffung sind. Die Heizung wird direkt an die städtische Gasleitung angeschlossen, über die sie ihren Brennstoff bezieht.

Vorteile Nachteile
langlebig verwendet fossilen Brennstoff
platzsparend erfordert Verlegung eines Gasanschlusses
vergleichsweise einfache Installation dauerhafte Abhängigkeit von externer Gaszulieferung
für ganzheitliche Gebäudeerwärmung geeignet
gute Energieausbeute und sehr effizient
vergleichsweise günstig in der Anschaffung
vergleichsweise niedriege Betriebs- und Wartungskosten

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe wandelt aus der Umwelt gewonnene Energie in einem komplexen technischen Prozess in Hitze um. Als Energiequellen dienen der Wärmepumpe Luft, Erdreich oder Grundwasser. Neben Heizwärme stellt die Wärmepumpe auch Warmwasser zur Verfügung. Sie wird mit Strom betrieben und benötigt weder Versorgungsleitungen noch einen Tank zur Brennstoffaufbewahrung.

Vorteile Nachteile
geringe Heizkosten vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
verwendet keine fossilen Brennstoffe mittlere Lebensdauer (ca. 15 bis 20 Jahre)
wartungsarm je nach Gerät hohe Stromkosten
stößt während Betrieb kein CO2 aus genehmigungspflichtig

Pellets

Pelletheizungen verbrennen Holzpellets zur Wärmegewinnung. Damit nutzen sie einen natürlichen, nachwachsenden Rohstoff. Die Pellets bestehen aus zusammengepressten Sägespänen und Holzresten der Forstwirtschaft, also den Abfallprodukten bei der Holzverarbeitung.

Neue Systeme laufen vollautomatisch, so dass das manuelle Nachlegen von Holzpellets, um die Heizwirkung beizubehalten, entfällt. Stattdessen bezieht die Pelletheizung ihr Brennmaterial über einen Tank, in dem die Pellets gelagert werden. Einige Pelletheizungen verfügen über einen zusätzlichen mit Heizungswasser gefüllten Pufferspeicher. Dieser fängt abgegebene Wärme auf und gibt sie bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab. Dadurch arbeitet der Heizkessel dauerhaft im optimalen Bereich.

Vorteile Nachteile
Betrieb mit nachwachsendem, recycelbarem Rohstoff vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
vollautomatischer Betrieb hoher Platzbedarf durch Pufferspeicher und Pellettank
Wärmespeicherung möglich regelmäßige Reinigung (Auskehrung der Asche) erforderlich
hoher Wirkungsgrad
vergleichsweise lange Nutzungsdauer

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzellenheizung sorgt sowohl für warme Heizkörper als auch für Warmwasser und Strom. Eine chemische Reaktion, die durch die Zusammenführung von Wasserstoff und Sauerstoff ausgelöst wird, sorgt für die Energiegewinnung. Der Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen, weshalb für den Betrieb ein Gasanschluss erforderlich ist. Die Energienutzung der Brennstoffzellenheizung ist besonders effizient. Oftmals teilen sich mehrere Haushalte eine Brennstoffzellenheizung.

Info: Über die Brennstoffzelle kann nicht genutzter Strom in das öffentliche Stromnetz zurückgespeist werden. Hierfür erhalten die Besitzer eine Einspeisungsvergütung von etwa zehn bis zwölf Cent je Kilowattstunde. Aufgrund dessen rentiert sich eine Neuanschaffung schneller als bei anderen Heizungssystemen.

Vorteile Nachteile
sehr hohe Energieeffizienz vergleichsweise geringe Lebensdauer
gleichzeitige Wärme- und Stromerzeugung hohe Anschaffungskosten
Betrieb erzeugt keinen Lärm fossiler Brennstoff notwendig – nicht nachhaltig
Unabhängigkeit von städtischen Stromnetzen regelmäßige Wartung erforderlich
klimaschonende Wirkung komplexe technische Anforderungen

Was kostet eine neue Heizung?

Die Preise einer neuen Heizung variieren je nach System. Neben den Anschaffungskosten sind auch regelmäßige Betriebs-, Verbrauchs- und Wartungskosten zu berücksichtigen.

Anschaffungskosten der verschiedenen Systeme

Die Tabelle gibt einen Überblick über die durchschnittlichen Anschaffungskosten der verschiedenen Heizungssysteme.

Heizungssystem Anschaffungskosten Zusatzkosten
Ölheizung 5.000 bis 8.000 Euro Öltank: 1.500 bis 2.500 Euro
Gasheizung 5.000 bis 14.000 Euro Gasanschluss: 2.500 bis 4.500 Euro
Wärmepumpe 8.000 bis 12.000 Euro Erdbohrung (Sole-Wasser-Wärmepumpe): 5.000 bis 6.000 Euro
Pelletheizung 3.000 bis 14.000 Euro Pellettank: 3.000 bis 4.000 Euro
Brennstoffzellenheizung 20.000 bis 25.000 Euro Gasanschluss: 2.500 bis 4.500 Euro

Betriebs- und Wartungskosten der verschiedenen Systeme

Die Tabelle gibt einen Überblick über die durchschnittlichen Betriebs- und Wartungskosten der verschiedenen Heizungssysteme.

Heizungssystem Betriebskosten Wartungskosten
Ölheizung ca. 0,68 Euro pro Liter 150 bis 300 Euro pro Jahr
Gasheizung ca. 0,04 bis 0,055 Euro pro kWh, Stromkosten ca. 50 Euro pro Monat ca. 300 Euro pro Jahr
Wärmepumpe 900 bis 1.600 Euro pro Jahr <100 Euro pro Jahr
Pelletheizung ca. 0,0473 Euro pro kWh 250 bis 500 Euro pro Jahr
Brennstoffzellenheizung ca. 0,028 Euro pro kWh ca. 300 Euro pro Jahr

Wie unterscheiden sich die Kosten in Alt- und Neubauten?

Im Altbau stellt sich die Situation insofern anders dar, als dass sich einige Heizungsanlagen aufgrund von Platzmangel nicht einbauen lassen. Besonders sinnvoll ist es im Altbau meist, eine alte Gas- oder Ölheizung durch eine neue Brennwert-Gas- oder Öl-Heizung auszutauschen. Die Kosten für eine neue Heizung im Altbau liegen dann aber in etwa bei dem Wert, der auch für den Neubau an sich gilt.

Wie lässt sich eine neue Heizung finanzieren?

Eine neue Heizung braucht der Bauherr nicht ausschließlich aus Eigenmitteln zu finanzieren. Je nach Anlage können Fördermittel beantragt werden. Auch eine Finanzierung über Kreditmittel kommt in Betracht.

Fördermittel

gluehbirne-euroIn den meisten Fällen steigert eine neue Heizungsanlage die Energieeffizienz der Immobilie. Für solche Maßnahmen hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderprogramme entwickelt. Sie stellt mit günstigen Zinssätzen und gemäßigten Rückzahlungsmodalitäten ausgestattete Darlehen bereit. Darüber hinaus unterstützt sie mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen die Investition.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht, für welche Heizungsarten welches Förderprogramm der KfW in Frage kommt.

Heizungssystem Kreditprogramm(e) der KfW Zuschussprogramm(e) der KfW
Ölheizung - 151 oder 152 „Energieeffizient sanieren“

- 167 „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“
- 430 „Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss“ (bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit)
Gasheizung - 151 oder 152 „Energieeffizient sanieren“

- 167 „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“
- 430 „Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss“ (bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit)
Wärmepumpe - 151 „Energieeffizient sanieren“

- 167 „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“
- 430 „Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss“ (bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit)
Pelletheizung - 151 „Energieeffizient sanieren“

- 167 „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“
- 430 „Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss“ (bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit)
Brennstoffzellenheizung - 151 oder 152 „Energieeffizient sanieren“

- 167 „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“
- 430 „Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss“ (bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit)

- 433 „Energieeffizient sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“
(Quelle: www.kfw.de)

Zuschüsse für Heizungserneuerung durch BAfA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) unterstützt die Anschaffung neuer, energieeffizienter Heizungsmodelle mit Zuschüssen. Es bietet abhängig von der gewählten Heizungsart unterschiedliche Programme, unter anderem für Privatpersonen, Unternehmen oder Freiberufler. Das BAfA übernimmt je nach Programm einen Teil der Anschaffungskosten für die neue Heizung bis zu einer festgelegten Höchstgrenze.

Kreditfinanzierung

Banken bieten Immobilienbesitzern mit günstigen Zinsen ausgestattete Modernisierungskredite an. Die Kreditprogramme werden je nach Institut anders benannt, zum Beispiel mit „Sanierungskredit“, „Wohnkredit“ oder „Renovierungskredit“. Allen gemein ist, dass Bauherren nachweisen müssen, in Besitz einer Immobilie zu sein. Meist wird der Modernisierungskredit, dessen Höhe zwischen 5.000 und 50.000 Euro liegen kann, durch eine neu einzutragende Grundschuld abgesichert.

Heizungsmodernisierung über Verbraucherdarlehen finanzieren

Manche Bauherren lehnen diese Art der Kreditfinanzierung bewusst ab. Dann kommt je nach Finanzierungshöhe und Bonität auch ein Verbraucherdarlehen mit einer Laufzeit von bis zu 120 Monaten in Betracht. Die Zinskonditionen für diese Darlehensart sind jedoch deutlich teurer als der zuvor beschriebene Modernisierungskredit. Denn die Bank trägt durch den Verzicht auf eine Kreditabsicherung ein höheres Zahlungsausfallrisiko.

Kosten einer Heizungserneuerung

Die Kosten einer neuen Heizungsanlage fallen sehr unterschiedlich aus. Zinsgünstige Förderdarlehen und Zuschüsse sorgen für eine Kostenersparnis in individueller Höhe. Es ist im Prinzip nicht möglich, einen Richtwert zu nennen, der zutreffend die Kosten für eine Heizungsmodernisierung beziffert, da die Einflussfaktoren vielfältig sind.

In der Regel rentieren sich die Ausgaben durch den eingesparten Energieverlust, den moderne Heizsysteme bieten, innerhalb einiger Jahre (z. B. bei mehrköpfigen Familien mit hohem Verbrauch) bis Jahrzehnte (z. B. bei einem Singlehaushalt mit geringem Verbrauch). Bei einer Kreditaufnahme müssen im Rahmen einer entsprechenden Amortisierungsrechnung auch die Zinskosten berücksichtigt werden, um ein realistisches Bild zu zeichnen.

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