Studienbeitragsdarlehen
Bei einem Studienbeitragsdarlehen handelt es sich um eine staatlich geförderte Art der Studienfinanzierung, die sich durch geringe Zinssätze auszeichnet und verhältnismäßig lange und niedrige Rückzahlungsphasen anbietet. Die Anbieter handeln hier nicht gewinnorientiert, sie dürfen kein Geld mit dem Darlehen verdienen.
Diese Art des Darlehens dient, im Gegensatz zu einem Studienkredit, lediglich zur Begleichung der Studiengebühren. Hier wird jedes Semester, für das der Student das Darlehen bezieht, der exakte Betrag von der anbietenden Bank unmittelbar an die Universität überwiesen.
Der Student ist in dem Fall nicht in den Zahlungsverkehr des Kreditinstitutes eingebunden. Er wird weder eine Überweisung der Bank erhalten, noch wird er selbst eine finanzielle Transaktion an seine Universität tätigen um die Studiengebühren zu begleichen.
Es handelt sich bei Studienbeitragsdarlehen somit um eine Vorfinanzierung der Studiengebühren, die der Student nach Studienende zurückzahlt. In der Regel beginnt die Rückzahlungsphase zwei Jahre nach Ende des Studiums. Das Darlehen kann demnach nur von Studierenden bezogen werden, die in Bundesländern studieren, die auch Studiengebühren erheben.
Die Förderungsdauer bei Studienbeitragsdarlehen setzt sich bei den meisten Banken aus der Regelstudienzeit plus vier weiteren Semester zusammen.
Ein Beispiel:
Bei einer Regelstudienzeit von sechs Semestern für einen Bachelor-Studiengang kann der Studierende von einer Finanzierungssicherheit über zehn Semester durch sein Studien-beitragsdarlehen ausgehen.
