Bildungsfonds
Wenn man von Studienkrediten spricht, fällt oft auch der Begriff Bildungsfond(s).
Auch wenn diese beiden Begriffe häufig im selben Atemzug genannt und teilweise synonym verwendet werden, so handelt es sich doch um zu unterscheidende Finanzierungsmodelle.
Bei Bildungsfonds wird die Finanzierung der Darlehen von einzelnen oder wenigen, gebündelten Geldgebern getragen. Diese investieren in die Ausbildung ausgewählter Studenten über einen Fonds, mit dem Ziel eine Rendite zu erwirtschaften.
Es kann sich bei den Auszahlungen aus den Fonds um monatliche Überweisungen zur Deckung der Lebenshaltungskosten handeln. Genausogut ist es aber auch möglich, dass unregelmäßige Auszahlungen geleistet werden, u. a. zur Begleichung von Studiengebühren, oder es erfolgen einmalige Zahlungen zur Finanzierung von Auslandsaufenthalten während des Studiums (link: Auslandsstudium).
Bildungsfonds richten sich wie die meisten Studienkredite lediglich an Vollzeit-Studierende, die an einer staatlich anerkannten Hochschule immatrikuliert sind und ein Erststudium absolvieren.
In der Regel können alle Studiengänge gefördert werden, es gibt aber auch Fonds, die nur für bestimmte Studiengänge vorgesehen sind. Hier müssen dann teilweise auch besonders gute Studienleistungen nachgewiesen werden, um eine Förderung zu erhalten.
Ebenfalls zu beachten ist bei Fonds, die sich nur an spezifische Studiengänge richten, dass man bereits ein oder zwei Semester studiert haben muss, um überhaupt Leistungen nachweisen zu können. Man kann also sein Studium nicht von Beginn an durch den Fonds finanzieren.
Interessant für BaföG-Bezieher könnte sein, dass diese auch Leistungen aus einem Bildungsfonds erhalten können. Die Vergabe erfolgt nämlich unabhängig vom eigenen Einkommen, dem Verdienst der Eltern und von etwaigen staatlichen Förderungen wie BaföG-Leistungen.
