Das Einkommen steigern
Der typische Student muss sorgsam mit seinem Geld und demnach seinem Einkommen umgehen, um einigermaßen komfortabel leben und die Studiengebühren mit seinem Einkommen begleichen zu können.
Dies ist noch wichtiger, wenn Studenten nicht mehr bei den Eltern wohnen. Die meisten Studenten haben viele Ausgaben, gleichzeitig aber ein begrenztes Einkommen. Als Student wird man eine oder mehrere der folgenden Einkommenshilfen in Anspruch nehmen müssen:
- BAföG
- Studienbeitragsdarlehen
- Studienkredite
- KfW-Bildungskredit
- Bildungsfonds oder Stipendien
- Unterstützung der Eltern
- Nebenjob
- Ersparnisse
Durch die Inanspruchnahme mehrerer Einkommensmöglichkeiten senkt man das Risiko, in finanzielle Engpässe mit seinem Einkommen zu geraten. Auch wenn bereits eine oder mehrere der genannten Einkommensquellen genutzt werden, sollte man die Inanspruchnahme einer weiteren Einkommensmöglichkeit in Erwägung ziehen.
BAföG
BAföG ist eine staatliche, finanzielle Einkommensförderung für Studenten und eventuell auch Auszubildenden. Es wird unabhängig vom Studienfach und von den Leistungen gezahlt, Studenten müssen aber regelmäßig nachweisen, dass sie studieren und entsprechende Leistungen erbringen. Allerdings richtet sich die Einkommenshöhe des BAföGs nach der finanziellen Situation des Studenten und gegebenenfalls auch der Familie. Man muss förderberechtigt sein um BAföG als Einkommen zu erhalten. Die Einkommensförderung besteht teilweise aus einem reinen Zuschuss, zum anderen aus einem verzinsten Darlehen durch den Staat. Die Rückzahlung erfolgt spätestens fünf Jahre nach Beendigung des Studiums.
Studienbeitragsdarlehen
Oft stellen hohe Studiengebühren für Studenten eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Daher bieten die Landesbanken der jeweiligen Bundesländer in Deutschland ein sogenanntes Studienbeitragsdarlehen an, damit auch einkommensschwächere Studenten die Studiengebühren durch ein Zusatzeinkommen tragen können. Das Studienbeitragsdarlehen wird in diesem Fall direkt an die entsprechende Hochschule als Einkommen gezahlt. Allerdings kann es schwierig werden das Darlehen zu bekommen, wenn man älter als 35 Jahre ist. Zurückgezahlt werden muss das Darlehen spätestens nach zwei Jahren. Ein Vorteil ist hier, dass im Gegensatz zum BAföG die Einkommenssituation des Studenten und seiner Angehörigen nicht von Bedeutung ist.
Studienkredit
Studenten haben des Weiteren auch noch die Möglichkeit, einen Studienkredit aufzunehmen, um ihr Einkommen aufzustocken. In diesem Fall gibt es zwei Optionen: Den KfW-Studienkredit oder ein Studienkredit einer Privatbank. Der KfW-Studienkredit ist ein Darlehen der staatlichen KfW-Förderbank. Er bietet den Vorteil der Flexibilität, sodass kleinere „Finanzlöcher“ gestopft durch dieses zusätzliche Einkommen oder direkt ein Großteil der Lebenshaltungskosten abdeckt werden kann. Auch beim Studienkredit ist die Einkommenssituation der Eltern unwichtig und es sind keine weiteren Sicherheiten notwendig. Außer wenn eine Privatinsolvenz angemeldet worden ist oder eine eidesstaatliche Erklärung gegen den Studenten vorliegt, kann ein KfW-Studienkredit nicht als Einkommen in Anspruch genommen werden. Ist der Student älter als 30 Jahre, studiert man nicht in Vollzeit oder beginnt bereits das zweite Studium, kann die Inanspruchnahme eines KfW-Studienkredits problematisch werden.
Studienkredite von Privatbanken haben den Vorteil, dass sie wesentlich mehr Möglichkeiten der Einkommensfinanzierung anbieten. So sind die Privatbanken beispielsweise bei der Bestimmung des Zeitpunkts und der Höhe der Auszahlung des Einkommens sehr flexibel. Allerdings werden hier auch bestimmte Sicherheiten und höhere Zinsen verlangt.
KfW-Bildungskredit
Der KfW-Bildungskredit ist besonders nützlich, wenn plötzlich größere, unvorhergesehene Ausgaben anfallen oder kein BAföG mehr gezahlt wird und man ein zusätzliches Einkommen benötigt. Er wird von der staatlichen KfW-Einkommensförderbank angeboten, wie auch der KfW-Studienkredit. Um den KfW-Bildungskredit als Zusatzeinkommen aufzunehmen, darf man nicht älter als 36 Jahre sein und muss bereits erste Studienleistungen nachweisen können. Studenten können den Bildungskredit höchstens zwei Jahre lang als Einkommen in Anspruch nehmen.
Bildungsfonds oder Stipendien
Bei einem Bildungsfonds werden Studenten durch einen privaten Investor finanziell durch ein Einkommen gefördert. Bestimmte Studenten erhalten durch einen Fonds das Einkommen, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken oder aber die Studiengebühren begleichen zu können. Bildungsfonds als Einkommen bieten den Vorteil besonders günstiger Konditionen. Rückzahlungen werden meistens erst nach dem Studium verlangt, wenn der ehemals geförderte Student als Berufstätiger sein eigenes Einkommen hat. Man muss dann entweder eine im Voraus festgelegte Summe oder einen an das Einkommen angepassten Betrag zurückzahlen. Meistens werden Bildungsfonds Studenten angeboten, die einen Studiengang mit besonders guten Berufschancen gewählt haben.
Stipendien erhält man bei bestimmten Stiftungen, die beispielsweise kirchlich oder politisch sind. Studenten, die sich kirchlich oder politisch oder ein ähnliches Engagement oder Interesse nachweisen können, dürfen auf ein zusätzliches Einkommen durch ein Stipendium hoffen. Meistens müssen auch hervorragende schulische Leistungen nachgewiesen werden, um das Einkommen zu erhalten. Studenten, die sich um ein Stipendium bewerben, müssen mitunter ein recht aufwendiges Bewerbungsprogramm durchlaufen. Die meisten Stipendien enthalten ein monatliches Einkommen, das sich am aktuellen BAföG-Satz orientiert. Doch der größte Vorteil der Stipendien ist, dass man das Einkommen nicht zurückzahlen muss. Sie zählen folglich als freie Einkommensförderung.
Unterstützung der Eltern
Viele Eltern sind bereit, dass Studium ihrer Kinder durch ihr Einkommen finanziell zu unterstützen. Manche Eltern erklären sich bereit, die Anmeldegebühren der Universität mit ihrem Einkommen zu übernehmen. Andere wiederum überweisen ihren Kindern monatlich ein Einkommen auf das Studentenkonto. In jedem Fall sollte man seine Verwandten fragen, ob sie finanzielle Unterstützung durch ein Einkommen leisten können. Auch kleine „Finanzspritzen“ durch zusätzliche Einkommen erleichtern das tägliche Studentenleben. Doch selbst wenn manche Eltern ihre Kinder gerne fördern würden, ist es nicht allen durch ihr Einkommen möglich. In jedem Fall erhalten die Eltern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres das Kindergeld als Einkommen, wenn das Kind nicht mehr als 7.680 € im Jahr an Einkommen hat. Das Kindergeld, das um die 184 € an Einkommen beträgt, können die Eltern bei Bedarf eventuell auch dem Studenten zukommen lassen.
Nebenjob
Oft entscheiden sich Studenten neben dem Studium halbtags zu arbeiten, um ein zusätzliches Einkommen vorweisen zu können und praktische Erfahrungen zu sammeln, die für die berufliche Zukunft wichtig sind. Häufig findet man direkt an Universitäten einen Nebenjob für ein zusätzliches Einkommen zum Beispiel in der Bibliothek. Oft bieten die Hochschulen ihren Studenten eine Jobbörse an, über die man einen Nebenjob für ein zusätzliches Einkommen finden kann. Neben dem Aufstocken des Einkommens, ist es genauso wichtig, Erfahrung im Arbeitsleben zu sammeln. Dies ist gegebenenfalls auch durch Praktika realisierbar, die aber nach Möglichkeit ein Einkommen beinhalten sollten. Am besten man informiert sich an der Universität, wie viele Stunden ein Vollzeitstudium im Schnitt in Anspruch nimmt. Dies sollte man vorher wissen und bedenken, dass man sich gegebenenfalls einen recht flexiblen Arbeitgeber für sein zusätzliches Einkommen suchen muss, der auch einmal Ausfälle zum Beispiel während der Klausurenphase akzeptiert.
Ersparnisse
Wenn man das Glück hat, Einkommen durch Ersparnisse zu besitzen, kann man eventuell alle Ausgaben decken, die mit dem Studium zu tun haben. Auch Konten oder Versicherungen, die von Verwandten für den Studenten abgeschlossen wurden, sind ein wertvolles, zusätzliches Einkommen. Haben Verwandte tatsächlich Geld für den Studenten angelegt, macht es Sinn, sie auf das Einkommen anzusprechen, wenn es für das Studium benötigt wird. Wenn möglich, sollte man auch während des Studiums versuchen zu sparen. Dies ist zum Beispiel durch ein Extrakonto möglich, auf das man monatlich eine kleine Summe an Einkommen einzahlt, sodass für den Notfall ein zusätzliches Einkommen zur Verfügung steht.
