Standardisierung in Europa
Als erster Schritt in Richtung Standardisierung des Zahlungsverkehrs in Europa ist die Einführung des Euros als Buchgeld im Jahre 1999 zu sehen. 2002 wurde der Euro auch als Bargeld verfügbar gemacht.
Der logische nächste Schritt, der 2008 gemacht wurde, ist die Schaffung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums SEPA (Single Euro Payment Area). Lastschriften, Überweisungen und Kartenzahlungen in Euro werden überall in der EU gleich schnell, sicher und unter gleichen Kosten ausgeführt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine Transaktion im Inland oder um eine grenzüberschreitende Transaktion handelt.
Davor wurde europaweit in jedem Land der Zahlungsverkehr unter nationalen Gesichtspunkten gehandhabt. Die Verbindung der Systeme blieb aus, was hohe Kosten und umständliche, langwierige Maßnahmen erforderte. Die Mitglieder der SEPA sind alle Mitgliedsländer der Europäischen Währungsunion, aber auch die verbleibenden Mitgliedsländer der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Eine halbe Milliarde Menschen haben so die Möglichkeit, einheitliche Verfahren für Zahlungsdienstleistungen in Euro über Grenzen hinweg wahrzunehmen.
