Zinsvergleich / Verzinsung
Bei Festgeldern wird, wie die Bezeichnung vermuten lässt, Geld „fest“ angelegt, also für eine vorher festgelegte Dauer und zu einem festen Zinssatz.
Die Kapitalerträge durch die Verzinsung des Festgeldes erhält der Bankkunde entweder jeden Monat, alle drei Monate oder jedes Jahr. Dies lässt sich durch die vertraglichen Regelungen des Festgeldkontos vereinbaren. Ein Festgeld-Kunde kann sich aber auch dafür entscheiden, dass die Zinsen nicht ausgezahlt, sondern ebenfalls verzinst werden. Wer das eigene Geld für längere Zeit als Festgeld anlegt, dem sind in den allermeisten Fällen auch höhere Zinsen sicher. Die Mindestanlagedauer für Festgeld beträgt 30 bis 90 Tage. Der Kunde muss jedoch selbst entscheiden, für welche Dauer er sein Kapital als Festgeld anlegen möchte, denn dieses kann auch für mehrere Jahre in dieser Form anlegt werden. Beim Tagesgeld wiederum entfällt dies, weil die Verfügbarkeit ständig besteht.
Auch die Höhe des angelegten Geldbetrages bestimmt bei einem Festgeldkonto über die Zinserträge. Ein hoher auf längere Zeit angelegter Betrag bringt bei einem garantierten Zinssatz, der für das Festgeld wesentlich ist, natürlich gute Erträge ein. Bei einem Zinsvergleich sollten potentielle Festgeld-Kunden beachten, dass sich die Angabe des Zinssatzes stets auf ein Jahr bezieht. Bei einer kürzeren Anlagedauer verringert sich also auch der Zinssatz und damit die Zinserträge. Die Höhe des Zinssatzes ist von den Angeboten der Banken abhängig. Da die verschiedenen Direktbanken für dieselbe Anlagedauer verschieden hohe Zinssätze festlegen und die Verzinsung von Festgeldkonten bis zu zwei Prozentpunkte schwanken kann, ist dem Bankkunden ein Zinsvergleich anzuraten, wenn ein oder eventuell mehrere Festgeldkonten eröffnet werden.
