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So gehen Frauen und Männer mit Geld um

Männer vs. Frauen

Denken Frauen anders über Geld als Männer?

Frauen denken anders als Männer. Das ist keine chauvinistische Provokation, sondern eine Tatsache, die von amerikanischen Neurologen an der University of Pennsylvania wissenschaftlich belegt wurde. Schuld daran sollen die unterschiedlichen Windungen im Gehirn von Mann und Frau sein. In diesem Zusammenhang scheint es dann nicht verwunderlich, dass beide Geschlechter generell verschiedene Sichtweisen haben können. Uns interessiert, wie es sich mit dem lieben Geld verhält. Scheiden sich auch hier die Geister oder werden ähnliche Ansichten vertreten? Sind die Unterschiede im Umgang mit Geld zwischen den Geschlechtern wirklich so gravierend?

Frauen gehen auf Nummer sicher, Männer sind risikofreudiger

Bloß ein Stereotyp? Das weibliche Geschlecht geht in Sachen Finanzen lieber auf Nummer sicher und spart, während Männer draufgängerischer sind. Das liegt angeblich daran, dass Frauen häufig kein so ausgeprägtes Bedürfnis verspüren, ein großes Vermögen anzuhäufen, um sich glücklich und erfolgreich zu fühlen. Männern hingegen sei es deutlich wichtiger sein, möglichst viel Geld zu besitzen. Sie identifizieren sich angeblich über ihr Vermögen und betrachten Geld als Statussymbol.

Gender Pay Gap als Grund für Sparsamkeit?

Frauen sollen sparsamer im Umgang mit ihrem Geld sein, da sie im Durchschnitt immer noch weniger zur Verfügung haben als Männer. Somit sind Frauen eher dazu gezwungen, besser zu haushalten. Dies belegt eine forsa-Umfrage im Auftrag der RaboDirect. So geben ca. 46 % aller Befragten an, dass Männer mehr Wert auf Geld legen als Frauen. Die entgegengesetzte Ansicht vertreten lediglich nur 15 %. Außerdem denken 36 % aller 1.200 Befragten, dass Frauen wesentlicher sparsamer sind als Männer, während nur nur 19 % der Meinung sind, dass Männer besser mit Geld umgehen können.

Männer haben einen besseren Überblick zu Finanzierungsmöglichkeiten

Wenn es jedoch um die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten geht, haben Männer mehr Ahnung als Frauen. Das soll daran liegen, dass sich das weibliche Geschlecht anscheinend weniger für Geldthemen interessiert. Männer hingegen würden Investments als Hobby betrachten. So hat eine Umfrage der Sendung Telebörse ergeben, dass die Hälfte aller befragten Frauen sich nicht für das Thema Geld interessiert, während nur ein Drittel der teilnehmenden Männer Desinteresse gegenüber Finanzen äußerte.

Frauen investieren ihr Geld umsichtiger und sind langfristig erfolgreicher

Allerdings haben Frauen, die ihr Vermögen anlegen, ein geschickteres Händchen als Männer, da sie sich im Vorfeld gründlicher über das Investment-Objekt informieren. Sie möchten etwa das dahinterliegende Geschäftsmodell genauer verstehen und denken mehr an potentielle zukünftige Entwicklungen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Zudem würde Frauen das „Zocken“ weniger im Blut liegen. Männer hingegen möchten oftmals mittels vielfältiger Investitionen den Wert ihres Vermögens maximieren und neigen daher dazu, über Käufe und Verkäufe aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Diese Selbstüberschätzung kann längerfristig aber zu einer Gewinnschmälerung führen.

Dem entgegen steht eine Umfrage des amerikanischen Finanzdienstleisters Fidelity, die ergeben hat, dass nur 9 % der Befragten der Meinung sind, dass Frauen die besseren Investmentfähigkeiten hätten. Die Mehrheit ist sicher, dass Männer ihr Geld besser anlegen können. Schaut man sich nun aber die konkreten Zahlen an, dann findet man ein völlig anderes Bild: Eine Analyse von knapp 600.000 Anlegerdepots der ING DiBa zeigt nämlich, dass die Rendite von weiblichen Anlegern um mehr als 50 % besser ist, als die von männlichen.

Frauen verdienen bis zu 20 % weniger als Männer

Frauen verdienen im Durchschnitt bis zu 20 % weniger als Männer. In Deutschland gibt es erhebliche regionale Unterschiede bezüglich des Gehalts von Männern und Frauen. So zeigt eine Übersicht des Statistischen Bundesamtes, dass Frauen besonders im Westen weniger verdienen als Männer. Ein Grund für diesen regionalen Gehaltsunterschied ist der Umstand, dass in Westdeutschland die Industrie stärker vertreten ist, die nach Tarifen bezahlt. Hier haben Männer die besseren Karten. Im Osten Deutschlands hingegen ist der öffentliche Dienst dominant. Dort arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen, die gut bezahlt werden. Ein Grund für die allgemeine Ungleichheit ist die Tatsache, dass Frauen öfters in schlechter bezahlten Positionen und anderen Branchen arbeiten als Männer. Hinzu kommt, dass mehr Frauen auf geringfügiger Basis oder in Teilzeit tätig sind. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdienen vollzeitbeschäftigte Männer im Schnitt 3.301 €, Frauen hingegen nur 2.883 €.

Frauen werden teilweise unfair bezahlt

Auch ein Blick in unsere Daten zeigt ein vergleichbares Bild: Zwischen Männern und Frauen, die im gleichen Beruf arbeiten, gibt es einen signifikanten Unterschied. Ein Arzt beispielsweise, verdient durchschnittlich 5.104 €, während eine Ärztin in der gleichen Position lediglich 3.461 € Netto-Lohn bekommt. Dieses Einkommensgefälle wirkt sich auch auf die Altersvorsorge aus. Frauen treten mit weniger Vermögen in den Ruhestand ein als Männer und haben es durch die höhere Lebenserwartung und ihrer risikoscheuen Einstellung gegenüber Investitionen schwerer, sich um eine ausreichende Altersvorsorge zu bemühen. So bekommen Frauen laut dem Bundesarbeitsministerium durchschnittlich 50 % weniger Rente als Männer und sind so wesentlich stärker von der Altersarmut betroffen.

Nur geringe Unterschiede zwischen Mann und Frau in Bezug auf Kreditzwecke

In Sachen Kreditzweck gibt es überraschenderweise nur kleinere Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern. Beide Kreditnehmergruppen nehmen einen Kredit auf, um einen Neuwagen zu finanzieren, die Immobilie zu renovieren oder einen bereits vorhandenen Kredit umzuschulden. Allerdings unterscheiden sich hierbei die Prioritäten etwas: Männer benutzen ihren Kredit in erster Linie für die Anschaffung eines neuen Autos, während Frauen ihren Kredit vor allem für die Renovierung ihrer Wohnung oder ihres Hauses verwenden. Das ergab eine interne Analyse unserer Daten.

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