Formalitäten
Wenn man sich in Deutschland niederlässt, muss man sich an- beziehungsweise ummelden. Dafür begibt man sich zum Einwohnermeldeamt oder Bezirksamt, das für den neuen Wohnort zuständig ist. Dies gilt für den Umzug in eine neue Stadt - unabhängig davon, ob man sich vorher innerhalb oder außerhalb Deutschlands aufgehalten hat - genauso wie für den Umzug innerhalb einer Stadt in einen anderen Stadtteil.
Seitdem das Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (FreizügG/EU, 01.01.2005) in Kraft getreten ist, benötigen Bürger der Europäischen Union keine Aufenthaltserlaubnis mehr. Nicht-EU-Bürger müssen sich jedoch um Aufenthaltserlaubnis, Visum und eventuell weitere wichtige Dokumente bemühen.
Für Nicht-EU-Bürger ist es in der Regel notwendig, sich vor Anmeldung des Wohnsitzes zuerst von der zuständigen Ausländerbehörde im jeweiligen Stadtbezirk eine Aufenthaltsbewilligung ausstellen zu lassen. Hierfür ist die Vorlage eines Mietnachweises nötig. Wichtig ist, dass für die Meldung gewisse Fristen eingehalten werden müssen, da man sonst unter Umständen Bußgeld zahlen muss. In den meisten Bundesländern muss man sich innerhalb einer Woche nach dem Adresswechsel ummelden.
Ablauf
Auf jeden Fall muss ein Anmeldeschein ausgefüllt werden. Diesen kann man, zusammen mit ergänzenden Informationen, auf den Webseiten der jeweiligen Einwohnermeldeämter herunterladen. Die Vorgaben richten sich dabei nach dem jeweiligen Bundesland und der Stadt. Zieht man in eine größere Stadt, sollte man sich genau informieren, welches regionale Meldeamt zuständig ist. Die Zuständigkeit richtet sich dabei nach Wohnort und Stadtteil. Man spart auf jeden Fall viel Zeit, wenn man das Formular vorher herunterlädt und ausfüllt. Beim Einwohnermeldeamt müssen EU-Bürger einen gültigen Personalausweis und die neue Wohnanschrift oder eine Kopie des Mietvertrags vorlegen; Nicht-EU-Bürger benötigen einen Reisepass. Üblicherweise muss man sich persönlich anmelden und das ausgefüllte Formular dem zuständigen Sachbearbeiter vorlegen.
Die Meldebescheinigung ist für viele administrative Schritte in Deutschland wichtig. Eine Kopie der Meldebescheinigung kann zum Beispiel nötig sein, um ein Girokonto zu eröffnen.
