Zurück zum Start

Lebenshaltungskosten von Studenten

Viele Studenten müssen sich zu Beginn des Studiums das erste Mal selbst großen finanziellen Herausforderungen stellen. Daher sollte sich jeder angehende Student vor dem Studium über die anfallenden Kosten informieren.

Denn Studenten sollten umsichtig mit ihrem Geld umgehen, um auch das gesamte Studium finanzieren zu können. Zu den anfallenden Kosten zählen nicht nur Studien- oder Immatrikulationsgebühren, sondern auch die Lebenshaltungskosten, die laut einer Statistik des Deutschen Studentenwerkes etwa 740 € monatlich betragen. Das Deutsche Studentenwerk ermittelt die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von Studenten alle drei Jahre durch eine gezielte Befragung der Studenten. Die Lebenshaltungskosten variieren zum Teil stark in den verschiedenen Gebieten Deutschlands. So sind die Lebenshaltungskosten in Städten meistens höher als in ländlichen Gebieten.

Zu den Lebenshaltungskosten zählen beispielsweise auch Mietkosten, für die Studenten durchschnittlich 266 € zahlen. Im Schnitt haben Studenten Lebenshaltungskosten von 160 € für Nahrungsmittel und Verpflegung, was etwa 40€ pro Woche entspricht. Rund 82 € monatlich betragen die Lebenshaltungskosten für Beförderung, für die Studentenmonatlich in etwa aufkommen müssen. Anstatt mit dem Auto zu fahren, können Lebenshaltungskosten durch das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel und Semestertickets gespart werden. Die Lebenshaltungskosten für ein Semesterticket sind in manchen Bundesländern bereits in den Semestergebühren enthalten. Ist der Student nicht über eine Familienversicherung versichert, kommen noch monatliche Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung hinzu. Im Allgemeinen liegen die Lebenshaltungskosten für Arztbesuche und Medikamente bei etwa 50 € pro Monat. Auch die Kosten für Fernsehen, Internet, Telefon und Handy zählen zu den Lebenshaltungskosten und betragen durchschnittlich 43 €. Für Freizeit und Hobbies geben deutsche Studenten zusätzlich 62 € an Lebenshaltungskosten aus. Zu guter Letzt sind noch Lebenshaltungskosten für Lernmaterialien wie zum Beispiel Bücher und Schreibutensilien zu nennen. Dabei entstehen Lebenshaltungskosten von rund 33 €, wobei zusätzlich noch 50 € monatlich an Lebenshaltungskosten für Kleidung ausgegeben werden.

In dieser Aufzählung der Lebenshaltungskosten sind noch keine Sonderausgaben berücksichtigt worden, wozu beispielsweise Stromnachzahlungen oder auch Kosten für Reisen und Geschenke gehören. In diesem Fall müssen noch 100 € bis 200 € bei den Lebenshaltungskosten mit einkalkuliert werden.

Zusätzliche Lebenshaltungskosten müssen beachtet werden, wenn Studenten in ihre eigene gemietete Wohnung ziehen. In diesem Fall muss oft eine Mietsicherheit in Höhe von zwei bis drei Nettokaltmieten hinterlegt werden. Damit man gegen bestimmte Risiken wie beispielsweise auslaufendes Leitungswasser durch einen Rohrbruch abgesichert ist, sollte man eine Hausratversicherung abschließen. Eine Hausratversicherung gibt es bereits ab einem Jahresbeitrag von 24 €. Grundsätzlich fallen bei den meisten Studenten auch noch Lebenshaltungskosten für Haushaltsgegenstände an. Eventuell müssen auch Lebenshaltungskosten für einen Waschsalon bedacht werden, wenn man keine eigene Waschmaschine besitzt.

Lebenshaltungskosten für Miete können eventuell durch das Beziehen eines Zimmers in einem Studentenwohnheim eingespart werden. Die Lebenshaltungskosten für Zimmer in Studentenwohnheimen sind zwar etwas höher als für privat gemietete Zimmer, beinhalten allerdings auch sämtliche Nebenkosten, also Lebenshaltungskosten für Wasser, Strom und häufig auch Internet und Fernsehen. Sollten sich Studenten für eine privat angemietete Wohnung entscheiden, sollten sie auf die Höhe der Nebenkosten achten. Außerdem können Lebenshaltungskosten gespart werden, wenn keine Maklercourtage gezahlt werden muss.

Auch die Studiengebühren sollte man bei der Errechnung der monatlichen Ausgaben nicht vergessen. Die Studiengebühren variieren je nach Region beziehungsweise Bundesland. Im Saarland, Hessen, Hamburg, Bayern, Bremen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden Studiengebühren verlangt. In den anderen Bundesländern muss meistens nur eine geringe Verwaltungsgebühr gezahlt werden. Der Semesterbeitrag für das Erststudium liegt zwischen 100 € und 500 €. Über die Höhe der jeweiligen Gebühren sollte man sich bei der entsprechenden Hochschule vor Beginn des Studiums informieren.

Bei Lebensmitteln kann man Lebenshaltungskosten durch Einkäufe in günstigen Supermärkten reduzieren. Häufig findet man auf Wochenmärkten auch preiswerte, saisonale Angebote. Vermeiden sollte man kleine Lebensmittelgeschäfte, die häufig teurer sind als die üblichen Supermarktketten. Lebenshaltungskosten können reduziert werden, indem große Mengen oder Produkte der Eigenmarke des Supermarkts gekauft werden. Außerdem sollte man nach Produktaktionen Ausschau halten und immer eine Einkaufsliste schreiben, an die man sich hält. Besonders preiswert ist meistens auch das Essen in der Mensa der Universität.

Trotz der hohen monatlichen Lebenshaltungskosten, sollten Studenten monatlich etwas Geld zurücklegen. Dies ist beispielsweise durch ein weiteres Konto möglich, auf das jeden Monat eine kleine Summe eingezahlt wird, so sind Ersparnisse für den Notfall vorhanden.

Zurück zum Start

finanzcheck.de der kostenlose und offizielle Preis-Leistungs-Vergleich aller Testsieger.
Kfz-Versicherung, Private Krankenversicherung, Zahn-Zusatzversicherung, Rechtsschutzversicherung.
© 2010 - 2012 finanzcheck.de, Hamburg. Alle Inhalte unterliegen unserem Copyright.
Unternehmen | Service | Impressum | AGB | Datenschutz | Newsletter | News

Hotline
overlay