Zahnprophylaxe
Die Professionelle Zahnprophylaxe beschreibt sämtliche Maßnahmen, die zur Gesundheit der Zähne als auch des Zahnfleisches beitragen und vor allem Krankheiten und Schäden an Zähnen und am Zahnhalteapparat verhindern soll. Dementsprechend wird die zahnmedizinische Prophylaxe auch als zahnmedizinische Prävention bezeichnet.
Die häufigsten Ursachen von Zahnschäden sind Parodontose und Karies. Diese entstehen zumeist durch die Säurebildung in der Mundhöhle aufgrund der vorhandenen und zumeist unschädlichen Bakterien. Durch zuckerhaltige Speisereste können diese Bakterien eine Säure produzieren, welche das Entziehen von Mineralien aus dem Zahnschmelz zur Folge hat. Sollte diesem Säurevorgang nicht mit einer Zahnprophylaxe entgegengewirkt werden, können häufig die Bildung von Karies und Zahnschäden die Folge sein.
Im Gegensatz zu Karies bildet sich Parodontose (Zahnfleischentzündung) durch Bakterienablagerungen, sogenannter Plaque, und den daraus entstehenden Zahnstein. Zahnstein und Plaque sollte daher regelmäßig entfernt werden, um die Entzündung des Zahnfleisches zu verhindern. Kommt es allerdings zu einer Zahnfleischentzündung infolge einer unzureichenden Zahnreinigung (Zahnprophylaxe) kann es zu Beschwerden, wie Zahnfleischbluten, Entzündung und im schlimmsten Fall zum Lockerung und Ausfall des Zahnes kommen. Dabei können sowohl Karies als auch Parodontose vermieden werden, wenn mittels einer Zahnprophylaxe der Entstehung von Faktoren entgegenzuwirken, die Zahnschäden hervorrufen.
Die wichtigsten Merkmale einer Zahnprophylaxe sind zum einen die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt, eine gute Mundhygiene sowie zum anderen eine gesunde Ernährung für die Zähne und die Verhärtung des Zahnschmelzes mittels Fluoride. Werden diese Punkte vernachlässigt, kann es zu Zahnschäden kommen, die bei Identifizierung häufig eine langwierige Behandlung zur Folge hat.
Für eine gute Zahnprophylaxe sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt unverzichtbar. Diese sollten ein- bis zweimal im Jahr stattfinden. Damit wird der aktuelle Zustand des Gebisses überprüft und ob sich eventuell an schwer erreichbaren Stellen Zahnstein gebildet hat, der gegebenenfalls entfernt werden muss. Des Weiteren wird überprüft, ob häusliche Mundhygiene ausreichend durchgeführt wird.
Ein weiterer Punkt der Zahnprophylaxe ist die systematische Mundhygiene. Der wichtigste Teil hierbei ist die mindestens zweimal täglich durchgeführte Reinigung der Zähne, die mindestens drei Minuten andauern sollte. Außerdem sollte zusätzlich jeden Abend die Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume nicht vergessen werden. Bei der Wahl der Zahnbürste sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu hart ist und außerdem höchsten zwei bis drei Monate verwendet wird. Danach sollte eine Neue gekauft werden.
Auch die richtige Ernährung spielt innerhalb der Zahnprophylaxe eine wesentliche Rolle. Denn die häufigsten Ursache für die Entstehung von Karies ist eine fett- du zuckerreiche Ernährung, welche vor allem auf den Konsum von Eistee, industriell gefertigtem Brot sowie Limonade zurückzuführen ist. Daher sollt eher Wasser getrunken sowie Obst und Gemüse gegessen werden. Auch der Verzehr von Getreide hat eine durchaus positive Wirkung auf die Zahngesundheit.
Der letzte Bestandteil einer professionellen Prophylaxe stellt die Zahnschmelzhärtung dar. Durch die Anwendung fluoridreicher Zahncremes oder auch durch Fluoridgelee erfolgt eine Remineralisierung des Zahnschmelzes. Dies stärkt den Zahnschmelz, wodurch dieser stärker gegen zahnschmelzschädigende Säuren geschützt ist.
