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Krankentagegeld

Für manche Berufsgruppen ist der Abschluss einer Krankentagegeld-Versicherung nicht nur ratsam, sondern unerlässlich für eine Absicherung des Lebensunterhalts. Besonders schwerwiegend wird ein Unfall oder eine Krankheit, wenn es den Haupternährer eine Familie trifft. Ist das erkrankte oder verunfallte Familienoberhaupt in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehend, ist zumindest die Versorgung der Familie vorerst gesichert, denn der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Lohn zunächst normal fortzuzahlen.

Durchschnittlich erst ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit tritt die Krankenkasse stellvertretend ein und zahlt dem Arbeitnehmer ein Krankengeld. Dies liegt jedoch zumeist unterhalb des Lohnes beziehungsweise des Gehalts, häufig bei circa 75 Prozent, sodass dem arbeitsunfähigen Arbeitnehmer Ausfälle entstehen können. In diesem Fall kann der zusätzliche Abschluss einer Krankentagegeld-Versicherung diese Lücke schließen.
Noch gravierender ist die Situation bei Selbstständigen, Freiberuflern oder Berufssportlern, die nicht in einem abhängigen Arbeitsverhältnis stehen. Angehörige dieser Berufsgruppen haben vom ersten Tag ihrer Erkrankung an mit Ausfällen zu rechnen. In diesem Fall kann der Abschluss einer Krankentagegeld-Versicherung unmittelbar darüber entscheiden, ob das alltägliche Leben weiter problemlos finanziert werden kann.

Bevor man sich jedoch für den Abschluss einer Krankentagegeld-Versicherung entscheidet, gilt es genau zu prüfen, welcher Versicherer das für einen persönlich passendste Angebot macht. Entscheidend sind hierbei vor allem drei Faktoren: die Beitragshöhe, die Karenzzeit und die Absicherungshöhe. Die Beitragshöhe wird hierbei von den Versicherungen, wie bei allen privaten Kranken- und Zusatzversicherungen, unter anderem nach dem Gesundheitszustand und dem Eintrittsalter berechnet. Als Faustformel gilt hier: je jünger und gesünder der Versicherungsnehmer, desto günstiger der Tarif.

Auch der Beruf des Versicherungsnehmers hat Einfluss auf die Berechnung der Tarife. Dies hängt jedoch auch maßgeblich damit zusammen, welche Art von Lebensstil das Krankentagegeld zwischenfinanzieren muss. Je höher der Tagessatz, der im Eintrittsfall gezahlt werden muss ist, desto höher sind auch die Beiträge. Hier entscheidet der Versicherungsnehmer selbst, welchen Beitrag er bereit und in der Lage ist zu zahlen. Man muss im Durchschnitt davon ausgehen, dass ein Tagessatz pro Monat an Beiträgen eingezahlt werden muss. Wer dementsprechend 150 Euro pro potenziellem Krankentag erhalten möchte, muss bereit sein, auch circa 150 Euro monatlich in seine Krankentagegeld-Versicherung einzuzahlen.

Ein weiteres Merkmal, nach dem sich Beiträge bemessen, ist die Karenzzeit. Gerade für Selbstständige mit einem gehobenerem Lebensstil empfiehlt sich eine kurze Karenzzeit, oder sogar eine Gewährung von Krankentagegeld ab dem ersten Tag der Erkrankung. Dies bietet eine optimale Versorgung im Krankheitsfall und ermöglicht es dem Versicherten, sein Hauptaugenmerk auf die Genesung zu richten.

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