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Hypothek

Der Begriff entstammt der griechischen Sprache und bedeutet „Unterpfand“. Sie zählt zu den Grundpfandrechten. Mit ihr wird mittels eines bebauten oder auch unbebauten Grundstücks eine bestehende Forderung abgesichert. Dem Gläubiger wird das Recht eingeräumt, bei Zahlungsverzug des Schuldners, die ausstehende Geldsumme aus dem Verkauf des belasteten Grundstücks einzufordern. Sie kann als Buch- oder Briefhypothek begründet werden. Im ersten Fall wird sie lediglich in das Grundbuch eingetragen, im zweiten Fall erhält der Gläubiger eine öffentliche Urkunde, die das Grundbuchamt ausstellt. Dabei handelt es sich um den sogenannten Brief. Diese Bescheinigung ermöglicht beziehungsweise vereinfacht die Zession (Sicherungsabtretung) und die Übergabe außerhalb des Grundbuchs. Dies ist die üblichste Form; sie wird als Verkehrshypothek bezeichnet. Dabei kann sich der Gläubiger, ohne neuerlichen Nachweis seiner Forderung und deren Höhe, auf den Grundbucheintrag berufen.

Im Gegensatz dazu stehen die Sicherungs- und die Höchstbetragshypothek. Letztere weist einen maximal abgesicherten Höchstbetrag aus. Bei diesen beiden Arten kann der Gläubiger sich nicht auf den Grundbucheintrag berufen, sondern ist verpflichtet, die Höhe und Rechtmäßigkeit seiner Forderungen nachzuweisen. Bei keiner der beiden Varianten wird ein Brief ausgestellt.
Meist wird mit einer Hypothek ein Kredit oder Darlehen abgesichert. Dieser Kredit muss vom Schuldner in einem vereinbarten Modus an den Gläubiger zurückbezahlt werden. Die Rückzahlung kann auch Zinsen und Nebenleistungen umfassen. Je nach Rückzahlungsmodus unterscheidet man drei Varianten:

1. Die Annuitäten- oder Tilgungshypothek, bei der jährlich beziehungsweise in festgelegten Abständen Teilrückzahlungen plus Zinsen erfolgen. Dabei verringert sich die Höhe der Zinsen in dem Maß, in dem die noch zu tilgende Schuld kleiner wird.

2. Die Fälligkeits- oder Kündigungshypothek, bei der der gesamte Betrag zu einem festgelegten Fälligkeitsdatum zurückbezahlt wird.

3. Eine Abzahlungsvariante, die regelmäßig in gleichbleibenden Raten, meist in monatlichem Rhythmus, zurückbezahlt wird.

Die Hypothek ist akzessorisch, damit ist gemeint, dass sie immer von der Existenz einer gesicherten Forderung abhängig ist. Für diese Forderung dient sie als Absicherung, falls der Schuldner seiner Verpflichtung zur Tilgung der Schuld nicht mehr nachkommen kann oder will. Im Falle der regelrechten Abbezahlung verringert sie sich in dem Maß, in welchem die Schuld bereits getilgt wurde. Sobald eine umfassende Rückzahlung erfolgt ist, erlischt sie vollständig. Dies unterscheidet sie von der Grundschuld, die auch ohne eine bestehende Forderung möglich ist. Der Grundschuld wird in vielen Bereichen der Vorrang eingeräumt, da sie rechtlich wesentlich flexibler zu handhaben ist. Man kann mit ihr zum Beispiel auch Kontokorrentkredite absichern, die in wechselnder Höhe oder auch nicht immer in Anspruch genommen werden.

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