Zurück zum Start

Scheck

Der Scheck, auch Check oder Cheque gennant, ist ein anerkanntes Wertpapier. Der Scheck beschreibt, welcher Kunde eines bestimmten Kreditinstituts seine Bank anweist, eine bestimmte Summe an einen Dritten, den Begünstigten, gegen Vorlage des Schecks auszuzahlen. Dieser wird stets als Verrechnungsscheck behandelt, da die Zahlung nicht wie gewöhnlich in bar, sondern in Form einer Gutschrift beim Begünstigten erfolgt.

Als sogenanntes „geborenes Oderpapier“ ist es auch eine Urkunde, da die Übertragung für gewöhnlich mittels eines Indossaments, das heißt, eines gesetzlich dafür vorgesehenen Übertragungsvermerks in schriftlicher Form, stattfindet. In der Praxis werden häufig gekorene Inhaberschecks verwendet. Da das Ausstellen eines solchen Wertpapiers dem Zahlungsverkehr dient, ist zu beachten, dass jeder Scheck nur von der Bank ausgestellt werden kann, bei der der Ausstellende ein Guthaben aufweisen kann. Sinn und Zweck dieser Ausstellung ist es einen bestimmten Betrag bei einer Person zu begleichen, wenn man zum Zeitpunkt der Zahlung kein Bargeld zur Hand hat.

Die gesetzliche Grundlage für das Zahlen mittels Scheck, ist das Scheckgesetz vom 14. August 1933. So ist genau beschrieben, in welchem Fall es sich tatsächlich um einen Check handelt und wann das Papier wertlos ist. Es ist beispielsweise festgelegt, dass das Wort „Scheck“ zwingend im Text des Papiers enthalten sein muss, ebenso der Name des bezogenen Kreditinstituts. Ein weiterer wesentlicher Vermerk ist der zu zahlende Betrag in Worten und in Ziffern. Auch die unbedingte Anweisung zur Zahlung sowie Tag und Ort der Ausstellung dürfen nicht auf der Urkunde fehlen, so sie als Zahlungsmittel anerkannt werden soll. Letztlich ist auch die Unterschrift des Ausstellers nötig, um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Ein Sichtvermerk – eine Zahlungsanweisung gegen Vorlage – ist innerhalb Deutschlands nicht notwendig, da es ein gesetzlich anerkanntes Sichtpapier ist. Die Vorlagefrist beträgt in Deutschland acht Tage, im europäischen Ausland zwanzig Tage und außerhalb Europas sogar siebzig Tage.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Einlösung des Wertpapiers nach Ablauf dieser Frist zwar noch möglich ist, aber von der bezogenen Bank verweigert werden darf. Ein Scheck kann immer auch bei der eigenen Bank eingereicht werden, die dann den Geldeinzug bei der Bank des Ausstellers übernimmt. So kommt es, das bei diesem Zahlungsprozess drei Beteiligte auftreten: der Aussteller des Wertpapiers, der häufig auch als Anweisender bezeichnet wird, die angewiesene Bank und letztlich der Empfänger, dem eine bestimmte Summe ausgezahlt werden soll.

Zurück zum Start
finanzcheck.de der kostenlose und offizielle Preis-Leistungs-Vergleich aller Testsieger.
Kfz-Versicherung, Private Krankenversicherung, Zahn-Zusatzversicherung, Rechtsschutzversicherung.
© 2010 - 2014 finanzcheck.de, Hamburg. Alle Inhalte unterliegen unserem Copyright.
Unternehmen | Service | Impressum | AGB | Datenschutz | Newsletter | News | Kundenbereich | Google+