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Halbwaisenrente

Nach dem Tod eines Elternteils besteht für ein hinterbliebenes Kind ein Anrecht auf Halbwaisenrente. Diese ist im Sozialgesetzbuch unter dem Begriff Rente wegen Todes verankert und stellt eine Hinterbliebenenrente dar.  

Voraussetzung für die Auszahlung der Halbwaisenrente ist, dass der verstorbene Elternteil die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat, das heißt, dass er mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Als Wartezeit gelten jedoch auch Kindererziehungszeiten oder Ersatzzeiten. Diese Wartezeit entfällt, wenn der Tod durch einen Arbeitsunfall verursacht wurde oder der Tod innerhalb von sechs Jahren nach der Beendigung der Ausbildung eintrat und in den letzten zwei Jahren mindestens ein Jahr mit lang Pflichtbeiträge gezahlt wurden. Zur Auszahlung berechtigt sind leibliche Kinder, Stief- und Pflegekinder und auch Enkel sowie Geschwister, die in den Haushalt des Verstorbenen aufgenommen wurden.

Um die Halbwaisenrente zu erhalten, muss ein Antrag gestellt werden. Dieser muss bis zum 15. Lebensjahr von einem Erziehungsberechtigten gestellt werden. Danach kann der Hinterbliebene den Antrag selbst stellen. Ausgezahlt wird die Rente ab dem Todestag des Verstorbenen. Eine rückwirkende Zahlung ist nur bis zwölf Monate nach dem Tod des Elternteils möglich. Deshalb ist eine rechtzeitige Beantragung notwendig.

Die Höhe der Rente beträgt zehn Prozent der Erwerbsminderungsrente des Verstorbenen. Hinzu kommen Zuschläge, die sich nach den persönlichen Entgeltpunkten des Hinterbliebenen richten. Die Rente wird in der Regel nur bis zum 18. Lebensjahr ausgezahlt. In Ausnahmefällen kann diese Zeit auch bis zum 27. Lebensjahr verlängert werden. Diese Möglichkeit besteht, wenn der Hinterbliebene nach dem 18. Lebensjahr noch eine Ausbildung macht, die Schule besucht, ein soziales Jahr absolviert oder eine Behinderung vorliegt.

Zudem werden auf die Halbwaisenrente Einkommen angerechnet. Liegen diese unter dem Einkommensfreibetrag, wird die volle Rente ausgezahlt. Ansonsten werden 40 Prozent des überschrittenen Betrages bei der Rente angerechnet. Der Freibetrag liegt in den alten Bundesländern bei 467,46 Euro und in den neuen Bundesländern bei 410,78 Euro.

Seit dem 01.01.2001 werden jedoch Rentenabschläge fällig. Diese betreffen alle Renten, bei denen der Verstorbene nicht älter als 64 Jahre geworden ist. Grund für die Abschläge ist die Rentenerhöhung auf 67 Jahre. Der höchste Prozentsatz für die Abschläge liegt bei 10,8 Prozent und gilt für alle Renten, deren Bezug nach dem 01.12.2003 begonnen hat.

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