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Auszahlung

Bis zum Jahr 2011 lassen sich Riester-Rentenverträge mit einem Renteneintrittsalter von 60 bis 65 Jahren abschließen. Ab 2012 wird das Alter um zwei Jahre auf 62 bis 67 Jahre erhöht.

Sollte jedoch die gesetzliche Rente oder Pension bereits vorher gezahlt werden, ist es möglich, auch die Riester-Rente früher zu erhalten. Es ist ratsam, die Auszahlung der Riester-Rente mit dem Zeitpunkt der Auszahlung der gesetzlichen Rente zu verknüpfen.

Wird die Riester-Rente dann im Alter ausgezahlt, müssen die monatlich ausgeschütteten Beträge gleichbleibend oder steigend sein. Bei sehr kleinen Renten kann es sogar zu einem jährlichen Zyklus kommen. Der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass bis zu 30 % des gesparten Endkapitals direkt bei Renteneintritt als Ganzes ausgezahlt werden kann. Diese Vorgehensweise ist aber tatsächlich nicht in allen Verträgen so verankert. Einmalzahlungen dieser Dimension sind zwar bei Banken und Fondsgesellschaften üblich, aber bei Versicherungen eher selten. Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, dürfen sogar nur zu einem maximalen Wert von 20 % als Ganzes ausgeschüttet werden. Bei solchen Altverträgen kann es sich lohnen, das anbietende Unternehmen nach einer Klauseländerung aus Kulanz zu fragen. Bei Verträgen, die bis einschließlich 2004 unterschrieben wurden, gibt es die Möglichkeit, sich weitere 20 % als Rate bis zum Alter von 85 Jahren auszahlen zu lassen. So ist die monatliche Rente höher, wird aber mit 85 stark sinken.

Die anbietenden Unternehmen müssen aber in jedem Fall bei Renteneintritt für die Zeit ab dem 85. Lebensjahr eine Rentenversicherung abschließen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Riester-Variante es sich vorher handelte. Zum Eintrittszeitpunkt in die Rente wird der Anbieter dann 30 % des angesparten Kapitals in eine Rentenversicherung einzahlen. Dieses Geld steht vorher nicht für auszuzahlende Raten zur Verfügung.

Inflation
Die Inflation darf über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten nicht unterschätzt werden. Der Geldwertverfall kann bei falscher Planung zu einer erheblichen Versorgungslücke führen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, bietet sich die Dynamisierung der Riester-Rente an. In festen Abständen (gewöhnlich jährlich) wird die Riester-Rente erhöht, um den Wertverlust des Geldes auszugleichen. So wird es häufig bei Versicherern gehandhabt, die zumeist exakter in der Dynamisierung sind als Banken oder Fondsgesellschaften.

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