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Banksparpläne

Üblicherweise sind Riester-Banksparpläne wie gewöhnliche Banksparpläne gestaltet. Es wird ein variabler Basiszins gezahlt, der mit einem garantierten Bonuszins ergänzt wird, dessen Höhe mit längerer Laufzeit zunimmt.

Häufig legen die Banken das eingezahlte Kapital in festverzinsliche Wertpapiere an und können so sehr transparent arbeiten. Um die Transparenz nicht bei dem Prinzip der Bonus- und Grundverzinsung einzubüßen, müssen die Banksparpläne in jedem Einzelfall die Effektivverzinsung pro Jahr angeben. Diese Strategie belohnt Riester-Sparer, die langfristig einzahlen, ist aber teuer für den Kunden, der wechselt oder kündigt. Dieser Eindruck erhärtet sich durch einen häufig gewährten Schlussbonus, der bei einem Wechsel wegfällt.

In den meisten Fällen wird der Basiszins nicht garantiert, was als Schwäche der Riester-Sparpläne ausgelegt werden kann. Der Basiszins soll nach der Aussage der Banken zwar an die Entwicklungen des Kapitalmarkts angepasst werden, die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Zinssätze schnell nach unten, aber nur langsam nach oben korrigiert werden. So liegt die Rendite des Sparplans in dem Gutdünken der Bank, da der Basiszins den Löwenanteil der Verzinsung ausmacht. Der Markt bietet eine große Varianz an Basiszinssätzen bei Riester-Banksparplänen, was den Bundesgerichtshof dazu veranlasste, am 17. Februar 2004 ein Urteil zu fällen, nach dem Banken für die Änderungen der Verzinsung eine nachvollziehbare Grundlage nennen müssen. Die Bank muss sich dem Kunden also erklären, sollte sie den Zinssatz des Riester-Produkts ändern. Häufig wird dafür der sogenannte Euribor genutzt, der für jeden Börsentag die durchschnittliche Verzinsung von kurzfristigen Kapitalanlagen ausweist.

Eine andere beliebte Kennzahl zur Rechtfertigung von Zinsänderungen ist die Umlaufrendite. Diese wird von der Bundesbank täglich veröffentlicht und beschreibt die durchschnittliche Verzinsung öffentlicher Anleihen. Einige Volks- und Raiffeisenbanken verknüpfen sogar den Zinssatz direkt mit der Umlaufrendite und geben keinen bestimmten Wert an. Es gilt aber, den Abschlag zu prüfen, den die Banken auf die Umlaufrendite verlangen. Dieser kann zwischen 0,25 und 1,25 Prozentpunkten liegen. Die Gefahr bei der Kopplung an die Umlaufrendite ist die Tatsache, dass das Risiko eines sinkenden Zinssatzes ganz auf den Kunden abgewälzt wird. Ist dagegen ein bestimmter Zinssatz garantiert, liegt es an der Bank, die Rendite zu erbringen.


Folgende Vor- und Nachteile ergeben sich für Riester-Banksparpläne:
 

Vorteile

Nachteile

übersichtlichstes Riester-Produkt

nur mittelmäßige Rendite

geringe Kosten 

häufig keine garantierte Verzinsung 

sehr flexibel 

Banken haben weniger Erfahrungswerte als Versicherungen 

es kann leicht gewechselt werden 

der Übergang im 85. Lebensjahr ist oft nicht geklärt 

höchste Transparenz unter den Riester-Produkten 

Inflation wird hier nicht mit Dynamisierung ausgeglichen 

höchste Sicherheit unter den Riester-Produkten 

das Angebot an Riester-Banksparplänen ist sehr klein 

30 % des Kapitals sind bei Renteneintritt direkt entnehmbar 

 



Ein Riester-Banksparplan ist vor allem älteren Anlegern zu empfehlen, die zehn bis 15 Jahre vor der Rente stehen. Für diese Zeitspanne ist eine Rentenversicherung zu kostspielig und ein Fondsparplan zu riskant. Gerade für Sparer, die ihr Riester-Kapital für eine Immobilie nutzen wollen, bietet sich diese Variante an. Letztendlich ist auch dem unentschlossenen Anleger ein Banksparplan anzuraten, da hier ein leichter Ausstieg oder Wechsel möglich ist.

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