PKV im Alter
Private Krankenversicherungen und private Krankenzusatzversicherungen lassen sich in jedem Alter abschließen. Der Versicherer entscheidet über die Aufnahme des Versicherungsanwärters in den Tarif, für den ein Antrag gestellt worden ist.
Für die Aufnahme in eine private Krankenversicherung sind verschiedene Faktoren entscheidend. Denn der Gesundheitszustand des potentiellen Versicherungsnehmers, das Alter und Vorerkrankungen spielen für das mit dem neuen Versicherten verbundene Risiko für das Versicherungsunternehmen eine Rolle. Wählt man eine PKV im Alter und verlässt gleichzeitig die gesetzliche Krankenkasse, wechselt man den Anbieter der privaten Krankenversicherung oder wählt man einen anderen Tarif beim gleichen Anbieter, können genauso wie in jungen Jahren individuelle Gesundheitsleistungen und eine Selbstbeteiligung vereinbart werden. Risiko und Leistungsumfang der gewünschten privaten Krankenversicherung beeinflussen auch dann die Höhe des Versicherungsbeitrages.
Bei einer GKV und auch einer PKV im Alter werden von den Versicherten im Allgemeinen mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen, weil im Alter häufiger Krankheiten und gesundheitliche Beschwerden auftreten. Für private Krankenversicherer bedeutet dies allerdings mehr Kosten. Damit diese Kosten gedeckt werden können, werden in der PKV sogenannte Rückstellungen gebildet. Aus diesem Grund müssen die Beiträge für die Versicherten im Alter nicht angehoben werden, obwohl im Durchschnitt mehr Leistungen im Anspruch genommen werden.
Für ältere Menschen ist jedoch immer alternativ auch der Abschluss eines Basistarifs bei einem privaten Versicherer zu empfehlen, wenn die dafür notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Den Basistarif können beispielsweise all diejenigen nutzen, deren Abschluss einer PKV bei einem Versicherer zeitlich nach der Einführung des Basistarifes bei den privaten Versicherungsunternehmen liegt, also nach Beginn des Jahres 2009.
