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Beitragserhöhungen

Es hängt von vielen Faktoren ab, ob und wann es zu einer Beitragserhöhung kommt. Auch wie diese Beitragserhöhung ausfällt variiert. Entscheidend ist das Eintrittsalter, sowie Vorerkrankungen bei Abschluss der Krankenversicherung. Der Beitrag von Frauen ist höher als der für Männer, auch wenn die Aufwendungen des Versicherers aufgrund von Mutterschaft und Schwangerschaft laut Gesetz anteilsmäßig auf beide Personengruppen verteilt werden müssen.

Verbesserung medizinischer Behandlungen

Gleichgültig ob sich die Versicherten verbesserte Leistungen wünschen, werden diese Leistungen schrittweise von der besseren medizinischen Versorgung und der Entwicklung in Technik, Medizin und Wissenschaft im Allgemeinen erfasst. Die Versicherten werden vom Arzt, im Krankenhaus und beim Zahnarzt mit modernen medizinischen Methoden behandelt, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Die Wirksamkeit von Medikamenten wird verbessert und neue Medikamente mit beispielsweise weniger Nebenwirkungen werden zugelassen, sodass sich die Aufwendungen der Krankenversicherungen erhöhen. Die Kosten für medizinische Behandlungen und fortschrittliche Medizintechnik steigen im Laufe der Zeit und müssen gedeckt werden. Neben fortschrittlicher Methoden ist auch der Verlauf der Bevölkerungsentwicklung ein wesentlicher Grund für die Erhöhung von Krankenversicherungsbeiträgen. Nicht nur in der privaten Krankenversicherung auch in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen die Kosten hierfür durch ein geeignetes System getragen werden. Die Versicherer verlangen im Vergleich zu vergangenen Jahren auch wegen der höheren Lebenserwartung höhere Versicherungsprämien. Im hohen Alter kommt es nicht mehr zu Beitragserhöhungen, sondern mitunter auch zur Rückerstattung von Beiträgen.

Veränderter Leistungsumfang

Höhere Beiträge kommen auch dann zustande, wenn die versicherte Person nachträglich den Leistungsumfang des Tarifes ausweiten möchte oder bei Tarifwechsel. Insbesondere wenn der Versicherte im Nachhinein eine oder mehrere hochwertige Leistungen aus einem oder mehreren Leistungsbereichen in den Versicherungsumfang aufnehmen möchte, steigt die Versicherungsprämie. Dies gilt für chefärztliche Betreuung, erweiterte zahnärztliche Leistungen zum Beispiel beim Zahnersatz oder die Inanspruchnahme der Unterbringung in einem Einbettzimmer bei stationärem Aufenthalt. Bei einem Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers ist ein höherer Beitrag bei speziellen Tarifen mit besonderen Leistungen wie vollständiger Kostenübernahme bei alternativmedizinischen Behandlungen zu zahlen.

Der Beitrag kann sich aber nicht nur aufgrund von Aufnahme von Gesundheitsleistungen in den versicherten Leistungsumfang erhöhen, sondern bei einer späteren Reduktion des Versicherungsumfanges auch bewusst gesenkt werden. Allerdings ist es unkomplizierter, den Leistungsumfang auf Anfrage beim Versicherer einzuschränken als zum späteren Zeitpunkt zu vergrößern und Gesundheitsleistungen zusätzlich mit aufzunehmen. Höhere Beiträge müssen in der Regel wegen Vorerkrankungen bei Versicherungseintritt gezahlt werden. Vorerkrankungen bergen Risikopotential für den Versicherer, gegen das so eine Absicherung durch höhere Beiträge geschaffen werden kann. Wenn bei der versicherten Person später Erkrankungen auftreten, ist es dem Versicherer nicht erlaubt die Prämie zu erhöhen.

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