Verbraucherschutminister entscheiden sich gegen eine Deckelung der Dispo-Zinsen
Wenn sich deutsche Banken Geld aktuell Geld leihen, dann bekommen sie dies bereits zu einem Zinssatz von unter einem Prozent. Leiht sich ein Bankkunde Geld von der Bank, so kann er mit Dispo-Zinsen von durchschnittlich 10 Prozent rechnen. Dass dies Abzocke ist, darüber sind sich die Politiker einig. Letzte Woche sollte deshalb, wie bereits berichtet, von Verbraucherschutzministern ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, der vorsieht, dass die Dispo-Zinsen auf eine festgeschriebene Zahl gedeckelt werden.
Zu diesem Beschluss ist es jedoch nicht gekommen, denn CSU und CDU blieben bei ihrer Überzeugung, dass eine gesetzliche Obergrenze den Bankkunden eher schaden, als helfen würde. Laut Bundesverbraucherministerin Aigner, würden alle Geldinstitute die gesetzlich festgelegte Obergrenze voll ausschöpfen, was für die meisten Kunden zusätzliche Kosten bedeuten würde. Auf der Konferenz in Hamburg wurde sich aus diesem Grund gegen ein Dispo-Zins-Gesetz entschieden. Für Verbraucherminister der Grünen ist der Kampf jedoch noch nicht beendet. In Baden-Württemberg wolle man nun eine Bundesratsinitiative starten.
