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Kreditkarte

In Deutschland sind circa 24 Millionen Kreditkarten im Umlauf (Stand: 2009). Etwa 20 % der deutschen Bevölkerung besitzen eine Kredikarte. 36 % aller Käufe im Internet werden in Deutschland bereits mittels Kreditkarte getätigt.

Wird mit Kreditkarte bezahlt, ergibt sich für den Verbraucher kein Sicherheitsrisiko. Die Standards der Kreditkartenherausgeber bezüglich der Sicherheit der Kreditkarten sind angemessen hoch und beugen einem Missbrauch durch Dritte ausreichend vor. Kommt es zu Fehlbuchungen, werden solche Beträge von der Kreditkartengesellschaft zurückgebucht.

Die Zahlung per Kreditkarte ist im Internet sehr beliebt. Internetkunden favorisieren zuerst die Zahlung per Rechnung, per Lastschrift und an dritter Stelle per Kreditkarte wegen möglichen Kreditkartenbetrugs. Bei keiner anderen Zahlungsweise ist jedoch die Zufriedenheit des Verbrauchers und die des Verkäufers so hoch wie bei der Zahlung mit Kreditkarte. Bei Kreditkartenzahlung besitzt der Verkäufer vorher Kenntnis darüber, ob die Kreditkartendeckung für die Zahlung ausreicht. Auch Scherzbestellungen können nicht getätigt werden. Mit den Kreditkarten, die in Deutschland im Umlauf sind, wird der Geldbetrag in der Regel entweder sofort oder jeden Monat abgebucht.

Es gibt außerdem drei verschiedene Arten von Kreditkarten: die Debit-Card, Charge-Card und die Credit-Card, bei der nach dem klassischen Kreditkartenzahlungssystem verfahren wird und welche daher in Deutschland die klassische Kreditkarte darstellt. Am häufigsten wird in Deutschland die Charge-Card genutzt. Bei dieser erhält man jeden Monat eine Auflistung der Umsätze. Alle monatlichen Ausgaben werden hier summiert und in einem Betrag vom Girokonto des Kunden via Lastschriftverfahren meist nach 30 Tagen abgebucht. Zwischen Belastung des Kontos und Abbuchung vergehen maximal fünf Wochen, in denen keine Zinsen anfallen.

 Bei einer Credit-Card kann der Betrag auch in Raten bezahlt werden. Debit-Cards sind mit EC-Karten gleichzusetzen, ein Zahlungsbetrag wird entweder unmittelbar oder nach wenigen Tagen abgebucht. Jede klassische Kreditkarte in Deutschland basiert auf einem revolving credit. Es wird jeden Monat nicht der volle Betrag abgebucht, sondern entweder eine vorher festgelegte Rate oder ein prozentualer Anteil des Betrages. Seit Mai 2009 ist das Angebot von Revolving-Kreditkarten nicht mehr auf Banken beschränkt.   5,2 % aller Umsätze im deutschen Einzelhandel kamen im Jahr 2008 aufgrund von Kreditkarten zustande. Eine Kreditkarte ist mittlerweile nicht mehr vermögenden Kunden vorbehalten, da die Kreditkartengesellschaften die Anforderungen an die Einkommens- und Vermögensverhältnisse ihrer Kunden gelockert haben. Bei einigen Banken erhalten Kunden zum Girokonto auch eine kostenlose Kreditkarte. Außerdem kann mit einer Kreditkarte weltweit Bargeld an Geldautomaten mit einer PIN abgehoben werden, was bei einigen Anbietern kostenlos ist.

Mit einer Kreditkarte kann im Handel bei allen Akzeptanzstellen mit entsprechendem Akzeptanzlogo bezahlt werden. Auch im Ausland sind Kreditkarten bequeme und daher beliebte Zahlungsmittel, weil auch in Ländern mit fremder Währung problemlos gezahlt werden kann. Als Kreditkarten gelten auch sogenannte Prepaid-Kreditkarten, mit denen Käufe jedoch nur bei ausreichendem Guthaben auf dem Konto getätigt werden können. Bei einer Prepaid-Kreditkarte kann immer wieder Guthaben an einem Bankautomaten auf die Karte aufgeladen und damit gezahlt werden. Der Karteninhaber hat bei einer Prepaid-Kreditkarte immer vollständige Kostenkontrolle. Prepaid-Kreditkarten eignen sich zum Beispiel für Jugendliche. Außerdem wird eine Prepaid-Kreditkarte auch bei negativer Schufa ausgegeben. Für nähere Informationen zum Leistungsangebot sollte ein Vergleich der Kreditkarten Anbieter erfolgen.

Die Anzahl der Kreditkarten in Deutschland hat sich wie folgt entwickelt:

Jahr

1997

1998 

1999 

Anzahl in Tausend 

14.000 

15.797 

16.524 

Jahr

2000 

2001 

2002

Anzahl in Tausend

17.852 

19.051 

20.800 

Jahr

2003

2004 

2005

Anzahl in Tausend

21.500 

21.400 

22.100 


Quelle: Bundesverband Deutscher Banken

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