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Nebenwohnsitz und Zweitwohnung

Für Versicherte mit einer Nebenwohnung bietet sich eine Ausdehnung des Versicherungsschutzes auch auf diese Räume an, der meist mit einem Beitragszuschlag einhergeht. So ist zu den gleichen Konditionen wie beim Hauptwohnsitz auch der Hausrat des Nebenwohnsitzes abgesichert, jedoch werden dort oft Wertgegenstände und Bargeld nicht mit abgedeckt. Diese Möglichkeit bietet sich beispielsweise für Pendler an, welche die Nebenwohnung nur an Arbeitstagen nutzen.

Zieht der Versicherungsnehmer um und behält die alte Wohnung (Doppelwohnsitz), so besteht für eine Übergangszeit von zwei Monaten Versicherungsschutz in beiden Wohnungen. Danach muss für den neuen Wohnraum eine eigene Regelung getroffen werden.

Das versicherte Eigentum des Versicherungsnehmers ist weltweit geschützt, wenn er sich vorübergehend außerhalb des Versicherungsorts aufhält und es währenddessen mit sich führt. Dies umfasst jedoch nur einen Zeitraum von maximal drei Monaten. Eine Ausnahme von dieser zeitlichen Beschränkung schützt auch Personen, die aufgrund einer Ausbildung beziehungsweise zur Ableistung des Wehr- oder Zivildienstes länger als drei Monate dem Versicherungsort fernbleiben und an ihrem Aufenthaltsort keinen eigenen Hausstand gegründet haben. Davon eingeschlossen sind neben dem Versicherungsnehmer selbst auch alle mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Menschen.

Bedingung für ein Bestehen des Versicherungsschutzes ist, dass es sich bei den Gegenständen um Eigentum des Versicherungsnehmers oder einer mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Person handelt. Wenn dies nicht der Fall ist, die Sachen aber geliehen sind und im Gebrauch dieser geschützten Personen stehen, wird deren Verlust ebenfalls ersetzt.

Werden die Beschädigungen durch Sturm oder Hagel angerichtet, so sind nur Güter geschützt, die sich innerhalb eines Gebäudes befanden. Ereignet sich eine Beraubung versicherter Besitztümer, so genießen nur der Versicherungsnehmer selbst und mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen Außenversicherungsschutz. Ebenso wie bei einem Raub am Versicherungsort sind nur die Sachen versichert, die am Tatort bereits vorhanden waren und nicht erst durch Zwang herbeigeschafft wurden.

Für von der Außenversicherung geleistete Entschädigungszahlungen ist in den Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen (VHB 2008) ein Maximalbetrag von zehn Prozent der Versicherungssumme festgelegt, im Höchstfall werden 10.000 € ausgezahlt. Allerdings kann der Versicherungsnehmer bei Abschluss der Police durch eine ergänzende Klauselvereinbarung diese Grenzen erhöhen lassen. Demnach ist gegen entsprechend höhere Beitragszahlungen ein Wert von bis zu 15 %, höchstens jedoch 15.000 €, über die Außenversicherung abdeckbar. Die maximalen Leistungen für Wertsachen werden auch bei einem Eintreten der Außenversicherung analog zu einem Versicherungsfall innerhalb des Versicherungsorts beschränkt.

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