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Sicherheit beim Online Banking

Das schon 1984 von Banken als Ergebnis des „Abkommens über Bildschirmtext“ eingeführte PIN/TAN-Verfahren (Personal Identification Number / Transaktionsnummer) erfreute sich ab den neunziger Jahren immer größerer Beliebtheit.

Grund war die zunehmende Nutzung des Internets und der damit einhergehenden Verbreitung des Online-Bankings. Orts- und zeitunabhängig wurde das Verfügen über Kontotransaktionen mittels des Webbrowers möglich.

Diese zumeist gegenüber dem Abwickeln der Geschäfte am Bankschalter günstigere Variante musste jedoch besonderen Sicherheitsvorkehrungen unterworfen werden. Wie am Geldautomaten muss sich der Kunde mittels der PIN identifizieren. Diese ist jedoch nicht identisch mit derjenigen der Kundenkarte. Wer sein Konto also auch online führt, hat zwei persönliche Geheimnummern. In Verbindung mit den Kontodaten lassen sich nun via Internet der Kontostand und die letzten Buchungen kontrollieren. Möchte der Kunde Kontobewegungen durchführen, ist die sogenannte TAN-Liste erforderlich. Diese Transaktionsnummern dienen als Substitut der Unterschrift, die auch in der Filiale zur Bestätigung von Kontoverfügungen notwendig ist. Jede Verfügung im Internet, sei es nun eine Dauerauftragsänderung, Überweisung oder dergleichen, wird mit der Eingabe der TAN abgeschlossen. Diese wird anschließend aus der Liste gestrichen. Sind alle Nummern der Liste verbraucht, erhält der Kontoinhaber automatisch eine neue. Dieses Verfahren garantiert, dass zwei Schlüssel notwendig sind, um im Online-Banking zu agieren, die PIN und die TAN.

Nicht nur die Bank ist zuständig für die Sicherheit bei Internettransaktionen, sondern auch der Kunde, da nur er Einfluss auf die Sekurität des benutzten Computers beziehungsweise der verwendeten Programme hat.


Phishing
Ein Sicherheitsrisiko ist das Phishing. Bei dieser kriminellen Angriffsmethode werden bestimmte E-Mail-Adressen oder Internetseiten vorgetäuscht. So kann eine fingierte E-Mail den Kontoinhaber dazu aufrufen, über einen mitgesendeten Link Kontakt zur Bank aufzunehmen. Der Link führt aber nicht zum Internetauftritt des Kreditinstituts, sondern zu einer gefälschten Webseite. Dort kann der Kunde dann zur Eingabe sensibler Daten aufgerufen werden, die nötig sind, um über sein Konto zu verfügen. Grundsätzlich ist es also ratsam, Abweichungen auf der gewohnten Internetseite der Bank ernstzunehmen und sich zu vergewissern, ob man tatsächlich im geschützten Bereich des Online-Bankings navigiert. Erkennbar wird dieser zum Beispiel durch die Internetadresse in der URL-Leiste, die dann mit „https://“ beginnt. Selbst geringste Anomalien in der Adresse können ein Indiz für Phishing sein.


Trojaner
Eine weitere nicht zu unterschätzende Bedrohung sind Trojaner. Hierbei handelt es sich um Programme, die vom Nutzer unbemerkt kritische Aktionen durchführen. So beabsichtigen die meisten solcher Spione vertrauliche Daten wie Passwörter auszuspähen. Das infizierte System leitet dann über das Internet die erlangten Daten an den Absender des Trojaners weiter. Im schlimmsten Fall kann dieser nun auf den Rechner zugreifen und seine Funktionen nutzen.

Ein Kunde, der mit Online-Banking arbeitet, ist also gut beraten, wenn er dies auch nur an Computern tut, die er als sicher einstuft. Hilfreich sind hierbei aktuelle Virenscanner, Firewalls und die Sicherheitseinstellungen des Webbrowsers.

Die Anzahl der in Deutschland geführten Online-Konten verhält sich folgendermaßen:
 

 

Kreditbanken

Sparkassen und Landesbanken

Kreditgenossen-schaften

Summe

1996

8,5 Mio.

4,2 Mio.

2,4 Mio.

15,1 Mio.

1997

10,1 Mio.

5,5 Mio.

3,6 Mio.

19,2 Mio.

1998

13,7 Mio.

11,1 Mio.

4,8 Mio.

29,6 Mio.

1999

14,0 Mio.

11,1 Mio.

5,6 Mio.

30,7 Mio.

2000

keine Angaben

keine Angaben

keine Angaben

33,1 Mio.

2001

keine Angaben

keine Angaben

keine Angaben

33,3 Mio.

2002

15,9 Mio.

11,7 Mio.

7,7 Mio.

35,3 Mio.


Quelle: Bundesverband Deutscher Banken

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