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EC-Lastschriftverfahren

Das EC-Lastschriftverfahren besteht genau wie das electronic cash aus zwei Schlüsseln, der EC-Karte und der Unterschrift, welche hier die persönliche Geheimzahl ersetzt.

Jeder so getätigte Umsatz wird per Lastschrift vom Konto des Kartenbesitzers eingezogen. Der Beleg, der bei einem EC-Lastschriftverfahren unterschrieben wird, gilt als Einzugsermächtigung. Mit der Unterschrift einher geht die Einverständniserklärung einer Abbuchung vom Konto des Kunden. Daneben wird aber auch die Bank autorisiert, im Falle des Widerrufs der Einzugsermächtigung oder eines ungedeckten Kontos die Adresse des Kunden herauszugeben.

Dieses System nennt sich „Point of Sale ohne Zahlungsgarantie“ (POZ) und wurde von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt. Im Gegensatz zum electronic cash hat hier das Vertragsunternehmen keine Sicherheit, das Geld des vom Kunden getätigten Geschäfts tatsächlich zu erhalten. Der Kunde kann diese zudem – wie bei Lastschriften üblich – innerhalb von sechs Wochen widerrufen. Dieses von den Händlern getragene Risiko ist der Grund dafür, dass niedrigere Gebühren anfallen als beim electronic cash.

Das EC-Lastschriftverfahren kennt insgesamt drei Kategorien von Überprüfungsmechanismen, die einen gewissen Schutz vor Zahlungsausfällen bieten sollen. Die höchste Sicherheit bietet das Lastschriftverfahren mit Zugriff auf überbetriebliche Handelssperrlisten. Hier wird die Zahlungsfähigkeit anhand einer Liste überprüft, die Unternehmen im Kollektiv führen und ergänzen. Als zweites ist das Lastschriftverfahren mit eigener Sperrliste zu nennen. Das Unternehmen führt hier nur innerhalb der Betriebsgrenzen eine Liste mit zahlungsunfähigen Kunden. Gänzlich ohne Schutz vor Zahlungsausfall ist das Lastschriftverfahren ohne Sperrlistenprüfung.

Nicht zu vergessen ist aber auch das Risiko, das der Karteninhaber zu tragen hat. Als sonst bequeme Zahlungsmethode kann sich dies bei Diebstahl oder Verlust der Karte negativ auswirken. Da bei dem EC-Lastschriftverfahren keine Autorisierung durch eine Geheimzahl gefordert ist, kann die Karte leicht zum Missbrauch genutzt werden. So wie die meisten Händler es versprechen, wird die Vorlage des Personalausweises nämlich nur sehr selten verlangt.

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