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Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung

Grundsätzlich finanziert sich die gesetzliche Krankenversicherung durch Beiträge, Zuzahlungen und Eigenanteile ihrer Mitglieder und deren Arbeitgeber sowie durch pauschale Beteiligungen des Bundes.

Umlageverfahren
Die Finanzierung läuft über ein Umlageverfahren ab, in dem alle zu einem bestimmten Zeitpunkt im System anstehenden Kosten auf sämtliche Versicherten umgelegt werden. Somit wird hier, anders als bei der privaten Krankenversicherung, von einem Versicherten in „gesunden Zeiten” nicht für den eigenen Krankheitsfall und das risikoreichere Alter vorgesorgt, sondern der gesunde Versicherte unterstützt vielmehr diejenigen Personengruppen im System, die zum gleichen Zeitpunkt Leistungen benötigen.


Solidaritätsprinzip
Nach diesem Prinzip werden alle Personengruppen einer Gesellschaft über verschiedene Instrumente mit dem medizinisch Notwendigen versorgt. Die individuelle Belastung richtet sich jeweils nach der finanziellen Lage des einzelnen Versicherten. Somit sind sowohl die älteren Versicherten als auch die jüngeren, die gesunden sowie die kranken eingeschlossen und können von der medizinischen Grundversorgung profitieren.


Risikostrukturausgleich
Seit 1996 können die Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Krankenkasse frei wählen. Damit kein unbegrenzter Wettbewerb um die jüngeren, risikoärmeren Versicherten entsteht, wurde für bestimmte Versichertengruppen der sogenannte Risikostrukturausgleich eingeführt. Eine Krankenkasse mit Versicherten einer guten Risikostruktur bezahlt dabei Ausgleichszahlungen an Krankenkassen mit Versicherten einer schlechten Risikostruktur.

Auf diese Weise sollen die unterschiedlichen Beschaffenheiten in der Risikostruktur der Versicherten einer Krankenkasse ausgeglichen werden. Kriterien sind die Einkommenshöhe, nach der die Beiträge erhoben werden, ein eventueller Erwerbsminderungsrentenbezug, die Anzahl der beitragsfrei Versicherten der Familienversicherung sowie das Alter und Geschlecht des Versicherten. Die Höhe des Risikostrukturausgleichs orientiert sich an den durchschnittlichen Ausgaben der Krankenkassen und nicht an ihren tatsächlichen Ausgaben.

Ausgabenunterschiede zwischen Krankenkassen, die nicht von unterschiedlichen Risikostrukturen herrühren, müssen von diesen selbst mittels der Beitragseinnahmen abgefangen werden.
 

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