Direktbank und Direkt-Broker
Potentielle Depotkunden können sich vor der Eröffnung eines Depots entscheiden, ob sie dieses über eine Filialbank, Direktbank beziehungsweise einen Direkt-Broker führen möchten. Ist ein Depot bei einer Filialbank eröffnet worden, können sich Anleger einer kompetenten Beratung eines Bankmitarbeiters vor Ort gewiss sein. Bankkunden sind lediglich an Öffnungszeiten der Filiale gebunden.
Auch wenn eine Online-Freischaltung für das Depot der Filialbank vorliegt, kann eine Beratung vor Ort in Anspruch genommen werden. Bei jeder Direktbank und bei jedem Direkt-Broker ist eine Beratung vor Ort jedoch nicht möglich. Inwieweit Direktbanken und Direkt-Broker Beratung anbieten variiert. Jedoch sind Berater bei Direktbanken meist telefonisch erreichbar. Außerdem ist ein Kontakt via E-Mail und Fax möglich. Spezielle Tools bieten dem Depotkunden darüber hinaus eine einfache Handhabung bei der Online-Verwaltung des Depots. Für Depotkunden mit keiner oder lediglich geringer Erfahrung im Wertpapiergeschäft ist eine umfassende Beratung vor Ort meist ein wesentlicher Grund, ein Depot besser bei einer Filialbank als bei einer Direktbank zu eröffnen oder über einen Direktbroker zu führen, wobei Direktbanken in der Regel einem bestimmten übergeordneten Geldinstitut angehören. Bei Filialbanken muss der Anleger mit höheren Kosten als bei einer Direktbank und Direkt-Brokern rechnen. Des Weiteren verstreichen bei dem Wertpapierhandel über eine Direktbank zwei sogenannte Valutatage.
Direktbanken, Direktbroker und Discountbroker sind sinnverwandte Begriffe. Direktbanken sind in jedem Fall Kreditinstitute, wobei mit Direktbroker häufig auch ein Kreditinstitut gemeint ist. Ein Broker ist dagegen ein Wertpapiermakler, also eine Person, die mit Wertpapieren handelt. Ob Discountbroker und Direktbroker dem Depotkunden Beratung bieten, ist vom Anbieter abhängig. Es kann durchaus eine gute Betreuung des Kunden über Telefon erfolgen.
Handelt ein Broker mit Wertpapieren, muss der Bankkunde dafür eine Brokerage, oder auch Courtage genannt, zahlen. Eine Directbrokerage kann wiederum bei einer Direktbank in Anspruch genommen werden und bezeichnet die Dienstleistung der Direktbank im Wertpapiergeschäft. Der Vorteil für den Depotkunden bei Discountbrokern sind die geringeren Kosten für Dienstleistungen im Vergleich zu Filialbanken.
