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Hypothekendarlehen

Die Aufnahme eines Hypothekendarlehens ist die häufigste Form der Baufinanzierung, bietet sie doch die besten Anpassungsmöglichkeiten an die persönlichen Verhältnisse. Ansprechpartner für ein Hypothekendarlehen sind Banken, Sparkassen und spezialisierte Hypothekenbanken. Ein Hypothekendarlehen ist meistens ein Annuitätendarlehen, bei dem in den Rückzahlungsraten die Zins- und Tilgungsanteile enthalten sind. Die jährlich gezahlten Zins- und Tilgungsanteile nennt man Annuität. Während der Laufzeit bleibt zwar die Annuität gleich, die Anteile der Zinsen und Tilgung ändern sich jedoch mit jeder Rückzahlung: Bei fortschreitender Abzahlung steigt der Anteil der Tilgung. Vorteil eines Annuitätendarlehens ist die fest kalkulierbare Höhe der Rückzahlungsraten. Nachteilig sind die am Anfang noch relativ hohen Restschulden.

Für die Planung einer Immobilienfinanzierung ist es beispielsweise sehr wichtig, das Zinsniveau eines Hypothekendarlehens richtig einschätzen zu können. Der Blick auf die langfristige Zinsentwicklung von Hypotheken zeigt: Der durchschnittliche Zins in den letzten 20 Jahren lag bei etwa 6,9 %. Liegt der Hypothekenzins also unterhalb von 6,9 %, sollte man eine Zinsbindung von mindestens zehn Jahren wählen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, das Darlehen an die persönliche Lage oder an Zinsschwankungen anzupassen:

Vorschaltdarlehen
Liegen die Bauzinsen für den Kreditnehmer relativ hoch, bietet sich ein sogenanntes Vorschaltdarlehen an. Die kurze Laufzeit ermöglicht es dem Bauwilligen, die Zeit der hohen Darlehenszinsen zu überbrücken und abzuwarten, bis sich die Zinssituation gebessert hat. Letztendlich ist jedoch Vorsicht geboten: Keiner garantiert, dass nach Ablauf des Vorschaltdarlehens die Zinsen wirklich gesunken sind. Unter Umständen zahlt der Käufer mehr als ohne ein Vorschaltdarlehen.

Vorschaltdarlehen mit Tilgungsaussetzung
Für eine temporäre Verringerung der monatlichen Belastung bei einer Baufinanzierung gibt es das Vorschaltdarlehen mit Tilgungsaussetzung. Bei dieser Alternative zahlt man nur Zinsen, die Tilgung wird eingestellt. Empfehlenswert ist ein Vorschaltdarlehen mit Tilgungsaussetzung nicht, da die Schulden des Kreditnehmers während dieser Zeit nicht verringert werden und der Finanzierungsbedarf somit steigt.

Hypothekenmix
Eine mögliche Form der Überbrückung einer Phase hoher Bauzinsen ist ein Hypothekenmix. Das Gesamtdarlehen wird dabei in mehrere Beträge gesplittet, die unterschiedliche Laufzeiten aufweisen. Verträge kürzerer Laufzeit haben hier den Vorteil, dass der Kreditnehmer von gesunkenen Zinsen profitieren kann. Steigen die Zinsen jedoch, ist nur ein Teil der Finanzierung betroffen. Verträge mit längerer Laufzeit bieten im Vergleich zu dem bei Abschluss des Vertrags geltenden Zinsniveau relativ niedrige Zinsen. Dieses Modell ist ein Kompromiss zwischen Sicherheit und der Möglichkeit, auf niedrigere Zinsen zu reagieren.
 

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