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Versicherung für Fahrer unter 23

Immer häufiger weist der Versicherer bei einer Autoversicherung seinen Kunden eine Altersklasse zu und berechnet dann die zu leistenden Beiträge. Dabei wird unterschieden zwischen Fahrzeugnutzern über und unter 23 Jahren.

Autoversicherung

Autoversicherungen rechtfertigen diese Einteilung durch das höhere Unfallrisiko der unter 23 jährigen Fahrer. Laut dem statistischen Bundesamt Deutschland sind 21 % der Unfälle durch einen Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren verursacht worden (Stand 2007). Dieser Wert ist besonders auffällig, da die Fahrer unter 23 nur 8 % aller Fahrzeugnutzer ausmachen. Für dieses „Jugendlichkeitsrisiko“ berechnen Autoversicherungen sehr hohe Beiträge.

Dennoch bieten immer mehr Autoversicherungen auch Rabatte für junge Versicherungsnehmer an, da jährlich circa eine Million Deutsche ihre Führerscheinprüfung bestehen, wobei diese überwiegend unter 23 Jahren sind. Sie stellen für Autoversicherungen also eine attraktive Zielgruppe dar. Aber auch um die Fahranfänger unter 23 zur Vorsicht im Straßenverkehr anzuhalten, bieten immer mehr Autoversicherungen günstigere Tarife an.

Schon beim Kauf eines Fahrzeuges kann der zukünftige, Versicherungsnehmer unter 23 sparen, indem er auf eine niedrigere Typklasse achtet, denn so werden auch günstigere Prämien von den Autoversicherungen gefordert. Außerdem sollte man auf die weichen Tarifmerkmale achten, die häufig erhebliche Auswirkungen auf die Berechnung des zu leistenden Versicherungstarifs haben.

Zu den weichen Tarifmerkmalen zählen beispielsweise:

  • Anzahl der zugelassenen Fahrzeugnutzer
  • Alter der zugelassenen Fahrzeugnutzer
  • Unterbringung des Fahrzeugs
  • Jährliche Kilometerleistung

Ist der Versicherungsnehmer alleiniger Nutzer des Fahrzeugs oder bringt es in einer Garage unter anstatt auf einer öffentlichen Straße zu parken, können durchaus Rabatte erzielt werden. Kostengünstiger werden die Tarife auch für Versicherungsnehmer unter 23 Jahren, die den Führerschein mit 17 erworben oder einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen haben. Auch die frühe Fahrerfahrung mit einem Mofa oder Moped kann zu Vergünstigungen führen.

Normalerweise werden Fahranfänger unter 23 beim ersten Vertragsabschluss automatisch in die niedrigste Schadenfreiheitsklasse (SF 0) eingestuft, womit Prämien von über 200 % verlangt werden. Hierbei existiert allerdings die Möglichkeit der Rabattübertragung unter Angehörigen ersten Grades oder von Personen des gleichen Hauptwohnsitzes. Die Jahre an Fahrpraxis, die der unter 23 jährige schon erworben hat, ohne dass er selbst Versicherungsnehmer war, werden somit im ersten eigenen Vertrag verrechnet. Somit entfallen oft die sehr hohen Einstiegsprämien. Dazu muss allerdings nachgewiesen werden, dass das Fahrzeug und der Autoversicherungsvertrag regelmäßig vom zukünftigen Autoversicherungsnehmer genutzt wurde. Außerdem sollte der Fahrer unter 23 nachweisen, dass er keine Punkte im Verkehrszentralregister hat. Prinzipiell kann der unter 23 jährige Fahranfänger nur so viel Schadenfreiheitsrabatt erhalten, wie er selbst seit Bestehen der Führerscheinprüfung hätte erlangen können. Außerdem muss der Rabatteigner auf seine niedrige Einstufung und die damit verbundenen Rabattpunkte verzichten.

Eine Beitragssenkung kann man ebenfalls erzielen, wenn man sich der Autoversicherungsnehmer unter 23 bei der gleichen Autoversicherung wie seine Eltern anmeldet. In diesem Fall sollte bei der entsprechenden Autoversicherung direkt nachgefragt werden.
 
Generell ist ein neuer Versicherungsvertrag deutlich lukrativer, wenn er im ersten Halbjahr beginnt, da so die Tarife häufig schon im nächsten Halbjahr sinken.

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